Ans Auge gegangen

KAs erster Bienenstich ins Gesicht.

*Kurzer Leidensbericht von KA*

„Warum tragt ihr denn keine Schutzkleidung?“
Berechtigter Einwand, berechtigte Frage.
Die Antwort muss ich wohl schuldig bleiben, ich kann mich ihr nur annähern. Arbeiten ohne Schutzkleidung ist interessanter – tatsächlich sind die zahm gezüchteten Honigbienen ja auch nicht sonderlich angriffslustig – und vor allem hat man ohne Handschuhe einfach auch mehr Gefühl beim Arbeiten an und mit den Rähmchen.

Nun ist da das Mondvolk. Diese Mädels sind echt ein bisschen taffer als ihre Schwestern in den anderen Stöcken. Sobald wir den Kasten aufmachen, kommen sie an und kucken. Sie schwirren uns mit Vorliebe vor dem Gesicht herum. Was mich zu der Frage bringt, ob Bienen in der Lage sind, das Gesicht als Gesicht und damit als schmerzempfindliche Zone – man denke mal an die Nase beim Bären – einzuordnen, oder ob sie auf gut Glück den Bereich anfliegen, der eben da ist …?

Wie und was auch immer … bei der heutigen Durchsicht hat sich einen Mondianerin entschlossen, der wüsten Eindringliene – also mir – eine zu verpassen und hat mich daher gezielt unter das linke Auge gestochen. Ruhe in Frieden, Kleine!

Bienenstiche im Gesicht neigen aufgrund des sehr weichen Gewebes dazu, stäker anzuschwellen als an anderen Stellen des Körpers. Prost! Ich war ehrlich gesagt auch nachlässig mit der Sofortmaßnahme, habe nur kurz etwas Zwiebel draufgedrückt und mit MA die Durchsicht weiter gemacht und beendet – dann mit Schutzkleidung! Ein Fehler, denn das sofortige Bahandeln ist die beste Medinzin bei Stichen. Somit hatte ich dann das Vergnügen, zwei Tage lang wie eine halbgesichtige Klingonin rumzulaufen … wo ist jetzt der geschwollenes-Gesicht-Smiley?

kama.bio_klingonin_KA

Mein invalider Zustand der folgenden Tage hat mich dann dazu animiert, mich mit den Hausmitteln bei Bienenstichen und den moderneren Methoden wie Homeopathie zu befassen. Mit Schuldmedizin und Pharmankonzernzeugs haben wir es hier nicht so …. Jedenfalls ist dies das Ergebniss meiner Recherche.

Bei Bienenstichen hilft:

  • Sofort reagieren! Gegebenenfalls ’ne Dosis Rescuetropfen schlucken.
  • Zwiebel oder auch Zitrone aufschneiden und mindestens 15 bis 35 Minuten draufdrücken. Scheiben dabei regelmäßig erneuern, und JA! Bei einem Stich unter dem Auge ist ’ne Zwiebel nicht der Hit
  • Im Folgenden mit Essigwasser getränkte Waschlappen Stofflappen einfrieren und damit Kühlen, solang man Zeit und Nerven hat
  • Kühlen mit Kühlpacks oder zerstoßenen Eiswürfeln im Stoff geht auch.
  • Apis Mellifera D12 nehmen: 3 bis 4 Kügelchen unter die Zunge und dort auflösen lassen, das kann man drei- bis viermal am Tag machen.
  • Und zu guter Letzt: Den bite away stick benutzen. Wobei der angeblich seine beste Wirkung bei sofortigem Einsatz nach dem Stich haben soll. Was ist das nun? Dieses kleine Gerät arbeitet über punktuelle Hitze, mit der die Einweiskomplexe des Giftes im Gewebe zerstört werden – also ein physikalisches Mittel. Ich finde die Idee interessant und habe das Ding besorgt. Beim nächsten Stich werde ich testen, ob es hält, was es verspricht.

Das erfahrt ihr dann hier! Bis bald

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