Königin Phoebe und ihre Stifte

Wie viele Narren hält ein Bienenhofstaat aus?

*Text & Einsichten von KA, Fotos von MA*

An einem wunderschönen sonnigen Tag Mitte Juni beschlossen wir – MA und KA – nachzuschauen, ob das Umweiseln der  beiden Völker Venus und Phoenix gelungen war, die aus unerfindlichen Gründen ihre Königinnen verloren hatten. Nachdem wir rund 2,5 Wochen zuvor zwei junge, vitale Königinnen – Phoebe und Venija – zugesetzt hatten, schien es uns ein guter Zeitpunkt, um die Ergebnisse dieses nicht ganz risikolosen Unterfangens zu untersuchen. Umweiseln machen die Bienen für gewöhnlich nur dann, wenn eine alte Königin nicht mehr fähig ist, genügend Eier zu legen und das Wohl des Volkes auf dem Spiel steht.
Als Imker und Bienenhalter greifen wir mittels Umweiseln im Grunde in den natürlichen Sterbe- bzw. Auflösungsprozess eines Bienenvolkes ein, der ohne eine Königin oder genügend Brut zum Nachziehen einer solchen natürlicherweise zu Grunde gehen würde.

Und wie so manches Mal wurde auch diese Durchsicht nach dem Umweiseln zu einem unentbehrlichen Lehrstück.

Nachdem das Einsetzen der Damen noch recht gut geklappt hatte, standen wir rund 17 Tage später vor demselben Problem wie an jenem Tag vor über vier Wochen als wir den Verlust der beiden Königinnen bemerkt hatten.
Weder bei Phönix noch bei Venus konnten wir Brut feststellen. Zudem waren sehr wenige Bienen auf den Waben, dass es fast den Anschein hatte, als wären sie allesamt eben ausgezogen.
Was also tun?
Da Venus über erhebliche Vorräte verfügte, beschlossen wir, ihnen noch eine weitere Chance zu geben, indem wir ihnen eine Wabe voll mit frischer Brut hineinhängten. Wenn sie eine zugesetzte Königin nicht akzeptiert haben, womöglich wäre es ihnen ja dann genehm, sich selbst eine nachzuziehen?
Der Verlauf dieser Unternehmung bleibt wieder abzuwarten ….

Getrieben von unseren Erfahrungen aus dem letzten Jahr mit dem Marsvolk, das sehr klein gewesen war und aufgrund des langen Winters erfroren war und das wir besser hätten auflösen sollen, als noch Zeit gewesen war, entschieden wir uns, diesen Fehler beim Phoenix Volk nicht zu wiederholen, da auch sie klein, schwach und weisellos im Grunde keine Chance hatten, weiter zu bestehen.
Als wir jedoch schon dabei waren, die Bienen von Phoenix zu Venus dazuzukippen, bemerkte KA plötzlich, dass auf einer der Waben ein Bienlein schlüpfte und schaute daher noch mal  genauer hin ….

Ein Stift – ein frisch gelegtes Bienenei – ist winzig

Doch sie sind da, eine Wabe voll mit Eiern – ergo es muss eine Königin im Volk sein. Fraglich ob sie das nach dem ganzen Theater immer noch ist, aber sofern Phoebe nichts zugestoßen ist durch den Einsatz ihrer beiden ahnungslosen Hofnarren, die sich da Imker nennen, hat Phoenix natürlich eine reale Chance, sich zu stabilisieren. Natürlich haben wir sofort den Bau wieder hergestellt. Einzig zu unserer Entschuldigung anzubringen ist wohl der Umstand, dass kleine, weiße Eier in weißen Plastikzellen wirklich verdammt schwer zu erkennen sind, ansonsten hoffen wir nun inständig, dass Phönix diesen schrecklichen Eingriff verkraftet.

Der Lebenswille von Bienenvölkern ist zwar herausragend, aber Wille ist eben leider auch nicht alles …

 

randvoll Honig

Wo Milch und Honig fließen

Randvoll Honig – vom Überquellen eines Bienenstocks

*Text & Fotos von KA*

In Erwerbsimkerfachkreisen würde man wohl den Begriff „schlampig“ oder „verantwortungslos“ benutzen, wenn man im Frühjahr von einer Durchsicht zur nächsten sechs Wochen versteichen lässt. Nur zu gut erinneren wir uns an unseren tobenden Imkereimeister bei der Grundausbildung, wenn die Azubis ihren regelmäßigen Durchsichtspflichen nicht nachgekommen waren. Wir beide sehen das nicht so eng.
Als Sonne Anfang Mai geschwärmt war, wollten wir die Zurückgebliebenen einfach nicht nerven und ließen ihnen daher viel Zeit, um sich mit ihrer neuen Königin Solvina einzuschwingen.

Daher war es auch eine kleine und vorallem klebrige Überraschung, als wir ihr Nest drei Wochen später öffneten und es mit Honig und Bienen vollgestopft vorfanden – überraschend, weil wir nicht damit gerechnet hatten, dass sich Solaris derart schnell vom Schwund Muttervolks Sonne erholen würde.
Randvoll Honig – Welche eine Potenz und Lebenskraft, bleibt einem da nur festzustellen.

randvoll - Honig im Überfluss

Solaris Nest randvoll Honig, links die Wildbautraube

Die Bude war im rahmenlosen Bereich natürlich voll mit Wildbau, den wir uns entschlossen zu entfernen – Halleluja! Es krachte und spritzte, rund zwei Hand voll Bienen starben den süßen Ertrinkenstot im Wabenbehälter
Dafür herrscht nun aber wieder etwas Ordnung in Balkonheim, dem Sitz der unverwüstlichen Sonnenbienen, und wir haben uns natürlich bemüht, so viele von ihnen wie möglich zu retten, indem wir sie mit Stäbchen, an denen sie sich gut festhalten konnten, abgesammelt und vor die Tür ihres Palastes gesetzt haben, wo sie lasiert mit süßem Gold von ihren Schwestern sauber geschleckt wurden.

Honig fließt über das Anflugbrett

Der Honig fließt nach Entfernen des Wildbaus aus dem Kasten und wird zur Bienentränke

Wildbauwaben mit Bienen und Honig

Wildbauwaben mit honigverklebten Bienen drauf – der süße Tod schleicht heran …

Erstaunlich war, wie lange die Bienen es ausgehalten haben im Honig ohne zu ersticken. Das Absammeln hat mit Sicherheit eine dreiviertel Stunde gedauert und es waren zum Ende hin immer noch überraschend viele lebendig und haben rumgezappelt. Ne kluge Sache war das trotzdem nicht, wir hätten sie einrauchen sollten, damit sie die Wabe verlassen, ehe wir sie runterschneiden … naja ein paar Fehler muss wohl auch Solaris über sich ergehen lassen.

 

Bienenwanderung von oben

Bienenwanderung

Aus der Thermobox ins gelobte Nest

*Video, Fotosund Text von KA*

Nachdem wir am 30. April 2017 das geschwärmte Sonnenvolk in einer Thermokiste eingefangen und diese komplett ins neue Nest gestellt hatten, damit das Volk auf die Waben umsiedeln kann, kam nun der Tag, da die Kiste wieder herausgenommen werden musste. Die darauf noch ansässigen Bienen begannen recht schnell in einer Kolonne ihre Bienenwanderung ins gelobte Nest …

NORMALERWEISE sollte man zusehen, dass man beim Einfangen des Scharms einfach die neue Behausung benutzt, was uns wie bereits erwähnt umständlich erschien, weswegen wir uns für den Transport in der Thermokiste entschieden hatten.
Für weniger experimentelle Fremdnutzungsansätze beim Einfangen eines Schwarms eignet sich natürlich auch eine Schwarmfangkiste, die man sogar mit etwas handwerklichem Geschick selbt bauen kann.

Die Benutzung einer solchen hätte uns allerdings keine wunderbar süße Bienenwanderung beschert, wie wir sie kurz nach Abstellen des Thermobox vor dem neuen Nistkasten beobachten konnten.

Bienenwanderung

Der Auszug aus Ägypten … äh … Moment, die Juden sind ja vor dem König geflohen. Das Sonnenvolk jedoch strebt zu seiner Königin zurück. Worauf mag dieses grundsätzlich verschiedene Verhalten wohl zurückzuführen sein?
Auf die Anzahl der Beine? Das Geschlecht ihrer Majestät? Oder das Vorhandensein von Geistesstrukuren, die dogmatisches, machtorientiertes und spalterisches Denken befördern …?
Und da wir gerade dabei sind – was sagt den die Kirche dazu?
Interessanterweise habe ich diese nette Abhandlung entdeckt, die Aufschluss über Bienen in der Bibel und ihren Stellenwert im religiösen Denken und Handeln gibt … man ist geneigt zu Staunen. Wobei ich schon finde, dass Gott dahingehend echt geschlampt hat!
Warum lautet nicht eines der Gebote: Du sollst die Biene schützen?!

Wäre doch interessant zu sehen, was global geschähe, wenn Melifera einen starken Schutzpatron wie die Katholische Kirche hätte und vor jeder Heiligenfigur auf dem Halbrund des Vatikanvorplatzes eine große Bienenkiste stünde ….

  • Aktuelles vom Sonnenvolk

    • Bienenwanderung von obenBienenwanderung

      Aus der Thermobox ins gelobte Nest *Video, Fotosund Text von KA* Nachdem wir am 30. April 2017 das geschwärmte Sonnenvolk in einer Thermokiste eingefangen und diese komplett ins neue Nest gestellt hatten, damit das Volk auf die Waben umsiedeln kann, kam nun der Tag, da die Kiste wieder herausgenommen werden musste. Die darauf noch ansässigen Bienen begannen recht schnell in einer Kolonne ihre Bienenwanderung ins gelobte … weiterlesen

    • Unser größter Schwarm

      Die Geburt des Solaris-Volkes Ende April 2017 *Fotos von urheberrechtsentspannten Freunden & Schwarm Geburtsanzeige von KA* Man mag es nicht glauben, an einem Donnerstag Ende April schauen wir morgens aus dem Fenster und sehen – Schnee. Allerdings nicht diesen Möchtegern-Matscheflocken-Schlabber-Schnee sondern 10 Zentimeter weißen super Originalschnee! Keiner hatte angenommen, dass nach der  April-April-Nummer sich der tradierte Wankelwettermonat noch mal so ein Schlussdebüt erlauben würde … aber … weiterlesen

    • Räuber und Beraubte

      Von der sanften Honigsammlerin zur wilden Plündererin *Video & Text von KA* Es wird geplündert und gemordet. Es wird sich bedrängt und beraubt. Was sich im ersten Moment nach einem Krisengebiet in Nahost anhört, findet in unmittelbarer Nähe unserer Wohnung statt – auf, in und vor unseren Bienenkästen. Der Pollen ist alle, der Nektar versiegt, die Blüten am verwelken, die Natur bereitet sich zunehmend auf die … weiterlesen

Unser größter Schwarm :)

Die Geburt des Solaris-Volkes Ende April 2017

*Fotos von urheberrechtsentspannten Freunden & Schwarm Geburtsanzeige von KA*

Man mag es nicht glauben, an einem Donnerstag Ende April schauen wir morgens aus dem Fenster und sehen – Schnee. Allerdings nicht diesen Möchtegern-Matscheflocken-Schlabber-Schnee sondern 10 Zentimeter weißen super Originalschnee! Keiner hatte angenommen, dass nach der  April-April-Nummer sich der tradierte Wankelwettermonat noch mal so ein Schlussdebüt erlauben würde … aber er tat es.
Wir alle sahen schon unser geplantes Beltanefest in Schneewehen und Frost versinken, als es am Nachmittag desselben Tages zu Regnen begann und die weiße Pracht dank geneigter Wassergötter bis zum nächsten Tag weggespült war.
Das war dann nun ein Frühlingsfest mit buchstäblichem Lichtschaltereffekt – klick klack: aus dem Schnee ins pralle Leben. Für unsere Bienen war es natürlich ein mittelschwerer Gau, dass plötzlich sämtliche Frühblüten erfroren waren …

Unberirrt, die Summsen!

Doch auch das Wetterextrem hielt das Sonnenvolk – allen voran ihre Majestät Königin Sonija – nicht davon ab, in die Welt hinaus zu ziehen, und so schwirrte am 30. April pünktlich zum Maibeginn ein großer Schwarm honigrunder Bienen von unserem Balkon fort und freundlicherweise in den Hollabaum neben einem Schuppen gegenüber.
Wir danken euch dafür! Sonija hätte sich schließlich auch die 20-Meter-Birke oder 23-Meter-Kastanie daneben aussuchen können, aber sie bevorzugte die Holla, und zudem eine für uns äußerst angenehme Arbeitshöhe, was die schöne Nebenwirkung hat, dass man den Baum durch Astabsägen oder sonstige Manöver nicht verletzen muss.

Willkommen SOLARIS! Vom Schwarm zum Volk

Kürzlich haben wir noch den Verlust von MOND und MARS betrauert, heute jubeln wir über die Geburt von Solaris, das im Nest verbliebene Sonnenvolk. Da Sonija, die König des Sonnesvolkes mit ihm gezogen ist, behält es natürlich seinen Namen, bekommt aber einen nigelnagel frischen Nistkasten. Im Sinne von Stamm und Tradition haben wir beschlossen, alle Schwärme des Sonnenvolkes mit Sonnennamen in verschiedenen Sprachen zu benennen, und die von Venus ebenso. Das wird noch spannend werden, herauszufinden, ob es andere Bezeichnungen für die Göttin der Schönheit und Liebe gibt, und falls nicht, werden wir wohl kreativ werden müssen und uns Namen wie Venusa und Venedig einfallen lassen
Solaris Königin bekommt jedenfalls den Namen Sunila.

Und wieder die Anfänger!

Nun war es schon so einfach mit dem Schuppendach und trotzdem haben wir die Einsammelaktion zu gewissen Teilen verzapft. In Ermangelung an praktikablen Nistbehältnissen (eine Dadant-Beute ist einfach schrecklich einzelteilig, unhandlich und damit unpraktisch, zumindest wenn man den Bien darin eine schmale Hühnertreppe zum Dach hochtragen muss) haben wir uns schließlich für eine Isolierkiste unseres Biolieferservices entschieden. Die hat ein gutes Format, Griffe und einen verschließbaren Deckel.

Da die Bienentraube in ihrem Gaga-Schwärmdelirium bereits auf das Dach gefallen war, bestand die erste Herausforderung darin, Sonija im Schwarm zu finden und sie dann mit möglichst vielen Bienen in die Kiste zu befördern. Gesegnet sein unsere Imkerkollegen, die der Guten einst einen blauen Punkt verpasst haben, damit konnten wir sie schnell im Gewimmel entdecken. Mit den Händen haben wir erst sie und dann Händeweise Bienen in die Kiste geschaufelt – WAS FÜR EIN ERGREIFENDES GEFÜHL – und den Deckel einen Spalt offen stehen lassen, damit der Rest noch hinterher wandern kann.

Aliens fangen einen Schwarm

In Raumfahrermontur und mit Thermokiste auf Schwarmfang

Die recht kühle Nacht hat dann den Rest besorgt und am nächsten Morgen in aller Fraugöttinenfrühe mussten wir den Deckel einfach nur noch zumachen und das Sonnenvolk hinauf zu seinem neuen Wohnort auf dem Flachdach bringen. Nun klebten die zwei Kilo Bienen aber hauptsächlich als Traube am Deckel und bedeckten in einer wabernden Schicht sämtliche Innenwände, was zwar herzzerreißend kuschlig anmutet, aber natürlich dem Umzug nicht sonderlich dienlich ist.
Wir sind solche Memmen-Umzugshelfer und hatten keine Muße die Bienen morgens in der Kälte aus der schicken warmen Kiste rauszuschlagen und rauszufegen. Und der DIN-Norm sei Dank passte die graue Thermokiste genau neben die vier Waben in den Dadant-Kasten.
KA hat also in einem Akt zenistischer Fokussierung die Bienen vom Deckel in die Kiste geschlagen und MA hat schlicht und ergreifend das Dach draufgemacht, ehe überhaupt eine von den Ladies sich in einem aufgebrachten Flugmanöver ereifern konnte.
Ein paar besonders Anhaftende waren auf dem Deckel verblieben, die haben wir dann kurzum vor den Eingang gekehrt, wo sie eine Weile als Träubchen zusammenkauerten und gegen Mittag bereits dann in den neuen Bau eingezogen waren.

Nun sind wir gespannt, ob wir und unser Biohändler die Thermokiste je wieder bekommen wird
Es bleibt demnach wie immer spannend …

Auf bald

  • Aktuelles vom Sonnenvolk

    • Bienenwanderung von obenBienenwanderung

      Aus der Thermobox ins gelobte Nest *Video, Fotosund Text von KA* Nachdem wir am 30. April 2017 das geschwärmte Sonnenvolk in einer Thermokiste eingefangen und diese komplett ins neue Nest gestellt hatten, damit das Volk auf die Waben umsiedeln kann, kam nun der Tag, da die Kiste wieder herausgenommen werden musste. Die darauf noch ansässigen Bienen begannen recht schnell in einer Kolonne ihre Bienenwanderung ins gelobte … weiterlesen

    • Unser größter Schwarm

      Die Geburt des Solaris-Volkes Ende April 2017 *Fotos von urheberrechtsentspannten Freunden & Schwarm Geburtsanzeige von KA* Man mag es nicht glauben, an einem Donnerstag Ende April schauen wir morgens aus dem Fenster und sehen – Schnee. Allerdings nicht diesen Möchtegern-Matscheflocken-Schlabber-Schnee sondern 10 Zentimeter weißen super Originalschnee! Keiner hatte angenommen, dass nach der  April-April-Nummer sich der tradierte Wankelwettermonat noch mal so ein Schlussdebüt erlauben würde … aber … weiterlesen

    • Räuber und Beraubte

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Bienen mit gelbem Pollen

Das Bienenjahr 2017 beginnt …

Bienen im Sonnenrausch

*Fotos & Text  von KA*

23. März 2017 – Beginn das Bienenjahr 2017 hat schon richtig Fahrt aufgenommen und auf unserem Flachdach ist der Arbeitswahn ausgebrochen! Während die emsigen Hofbewohner_innen in der warmen Nachmittagssonne die Frühjahrsarbeiten verrichten, sind auch unsere vier Völker SOnne, MOnd, Mars und Venus ausgesprochen aktiv.
Wir haben ihnen heute die Schiets rausgenommen, damit nach der Winterstandluftwärme die frische Luft besser ins Nest gelangen kann. In den nächsten Tagen werden wir die erste diesjährige Durchsicht machen im Bienenjahr 2017.
Auf den Schiets zeigen sich sehr unterschiedliche Bilder:

     Ein Haufen Essensreste beim Mondvolk …. 8)  und eher bescheidene Winterausscheidungen beim kleinen Marsvolk

Zu unserem Erstaunen fanden die Mondinnen recht viel Gefallen an ihren Bröseln … Uns erinnern sie an das sogenannte BIENENBROT oder PERGA, das ich bislang nur aus dem Kontext der Bienenfütterung kannte …

INTERESSANT: Von guten Freunden haben wir kürzlich vom BIENENBROT erfahren, einem hoch potenten Nahrungsmittel. Es handelt sich dabei grob gesagt um die zusammengestampften Überresten der Pollenvorräte vom Winter. Im Frühjahr, wenn es frische Nahrung für die Brut gibt, lassen sie diese Vorräte meist unbeachtet und man kann sie an den Rändern der Brutrahmen herausschneiden. Die kleinen Klumpen sind unsagbar nahrhaft und gut verdaulich, weil sie schon fermentiert worden sind, Bienenbrot enthält auch Propolis und einen Anteil Wachs, der beim Herauslösen aus den Zellen hängenbleibt. Damit ist wohl auch erklärbar, dass in Versuchen Menschen mit Bienenbrot und Honig drei Monate lang ohne erheblichen Mangelerscheinungen überleben konnten.
BOAH! Das macht doch echt Hoffnung für schlechte Zeiten.

Wir sind jedenfalls total gespannt auf das Bienenjahr 2017, unser zweites Jahr mit den vier Biens. Wir werden in diesem Jahr mit der Zucht und Umstellung auf ein kleines Wabensystem beginnen, darauf sind wir schon sehr gespannt und wir werden natürlich berichten, wie sich diese Maßnahmen auf die Gesundheit unserer Völker und den Umgang mit den Varroen auswirken.
Glückliche Bienen in der Nachmittagssonne

Venus war schon im Februar kaum zu bremsen … wir sind wirklich gespannt auf das Bienenjahr 2017

kama.bio_Venusvolk_Bienen_Februar_2017 from KAMA on Vimeo.

  • Aktuelles von den KAMA-Völkern

    • Königin Phoebe und ihre Stifte

      Wie viele Narren hält ein Bienenhofstaat aus? *Text & Einsichten von KA, Fotos von MA* An einem wunderschönen sonnigen Tag Mitte Juni beschlossen wir – MA und KA – nachzuschauen, ob das Umweiseln der  beiden Völker Venus und Phoenix gelungen war, die aus unerfindlichen Gründen ihre Königinnen verloren hatten. Nachdem wir rund 2,5 Wochen zuvor zwei junge, vitale Königinnen – Phoebe und Venija – zugesetzt hatten, schien es uns ein guter Zeitpunkt, um die Ergebnisse dieses nicht … zum vollständigen Artikel

    • randvoll HonigWo Milch und Honig fließen

      Randvoll Honig – vom Überquellen eines Bienenstocks *Text & Fotos von KA* In Erwerbsimkerfachkreisen würde man wohl den Begriff „schlampig“ oder „verantwortungslos“ benutzen, wenn man im Frühjahr von einer Durchsicht zur nächsten sechs Wochen versteichen lässt. Nur zu gut erinneren wir uns an unseren tobenden Imkereimeister bei der Grundausbildung, wenn die Azubis ihren regelmäßigen Durchsichtspflichen nicht nachgekommen waren. Wir beide sehen das nicht so eng. Als Sonne Anfang Mai geschwärmt war, wollten wir die Zurückgebliebenen einfach nicht … zum vollständigen Artikel

    • Bienenwanderung von obenBienenwanderung

      Aus der Thermobox ins gelobte Nest *Video, Fotosund Text von KA* Nachdem wir am 30. April 2017 das geschwärmte Sonnenvolk in einer Thermokiste eingefangen und diese komplett ins neue Nest gestellt hatten, damit das Volk auf die Waben umsiedeln kann, kam nun der Tag, da die Kiste wieder herausgenommen werden musste. Die darauf noch ansässigen Bienen begannen recht schnell in einer Kolonne ihre Bienenwanderung ins gelobte Nest … NORMALERWEISE sollte man zusehen, dass man beim Einfangen des … zum vollständigen Artikel

    • Unser größter Schwarm

      Die Geburt des Solaris-Volkes Ende April 2017 *Fotos von urheberrechtsentspannten Freunden & Schwarm Geburtsanzeige von KA* Man mag es nicht glauben, an einem Donnerstag Ende April schauen wir morgens aus dem Fenster und sehen – Schnee. Allerdings nicht diesen Möchtegern-Matscheflocken-Schlabber-Schnee sondern 10 Zentimeter weißen super Originalschnee! Keiner hatte angenommen, dass nach der  April-April-Nummer sich der tradierte Wankelwettermonat noch mal so ein Schlussdebüt erlauben würde … aber er tat es. Wir alle sahen schon unser geplantes Beltanefest in … zum vollständigen Artikel

    • Bienen mit gelbem PollenDas Bienenjahr 2017 beginnt …

      Bienen im Sonnenrausch *Fotos & Text  von KA* 23. März 2017 – Beginn das Bienenjahr 2017 hat schon richtig Fahrt aufgenommen und auf unserem Flachdach ist der Arbeitswahn ausgebrochen! Während die emsigen Hofbewohner_innen in der warmen Nachmittagssonne die Frühjahrsarbeiten verrichten, sind auch unsere vier Völker SOnne, MOnd, Mars und Venus ausgesprochen aktiv. Wir haben ihnen heute die Schiets rausgenommen, damit nach der Winterstandluftwärme die frische Luft besser ins Nest gelangen kann. In den nächsten Tagen werden wir … zum vollständigen Artikel

    • Bienen in der Frühjahrssonne

      Wir Party – Ihr Putzen! *Fotos & Text  & Erleichterung von KA* Mitte Februar 2017 und alle vier KAMA-VÖLKER sind am Leben!!!! JUCHUUUUU! Unsere Erleichterung ist maßlos. Vorallem die Marsianerinnen haben uns Sorge bereitet, weil sie im Herbst so klein waren, zudem ist ihre Königin, Somana, eine Herbstkönigin und hat möglicherweise nicht mehr genug Drohnen zur Paarung abbekommen, weil es schon recht spät im Jahr war. Ergo: Weniger Eier = weniger Bienen = weniger Wärme im Winter. … zum vollständigen Artikel

    • Lebende & Tote

      Mars ist noch da! *Fotos & Text von KA* Ende Dezember 2016. Da MA und ich Weihnachten in seiner Urform feiern, sprich am 21.12., haben wir an den öffentlichen Feiertagen Zeit für andere Dinge. Da am zweiten Weihnachtsfeiertag das Wetter mitspielte und um Zenit die Bienen sehr aktiv waren, haben wir beschlossen, einen kurzen Blick bei unseren vier Völkern hineinzuwerfen und die Thymolplättchen, die wir im November hineingelegt hatten, herauszunehmen. Sehr zu unserer glückseeligen Überraschung sind die … zum vollständigen Artikel

    • Räuber und Beraubte

      Von der sanften Honigsammlerin zur wilden Plündererin *Video & Text von KA* Es wird geplündert und gemordet. Es wird sich bedrängt und beraubt. Was sich im ersten Moment nach einem Krisengebiet in Nahost anhört, findet in unmittelbarer Nähe unserer Wohnung statt – auf, in und vor unseren Bienenkästen. Der Pollen ist alle, der Nektar versiegt, die Blüten am verwelken, die Natur bereitet sich zunehmend auf die Winterruhe vor. Dies ist die Zeit, in der sich die süße … zum vollständigen Artikel

    • Bienenpogo auf dem Anflugbrett

      Gruppen-Chillout vor der Tür *Foto von MA & Text von KA* Unsere süßen Venusen, die haben Freude an ihrem Leben! Sie sind binnen Wochen vom schwächsten Volk zum dritt stärksten geworden, damit haben sie den Marsianerinnen den Rang abgelaufen, die sich zurzeit eine neue Königin nachziehen. Was hier  (siehe Foto) genau los ist, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Wenn die Sonne auf den Kasten scheinen würde, könnte man meinen, dass die Venusen wegen der Temperaturregulierung im … zum vollständigen Artikel

    • Dumm & Dümmer

      Am Anfang war die Ahnunglosigkeit … *Ein schmerzliches Erfahrungsprotokoll von KA* Wie entnimmt man Rähmchen im laufenden Betrieb? Unsere Imkerpaten hatten uns für den Umzug der Völker einige ihrer Waben mitgegeben. Nun war die Zeit gekommen, sie zurückzugeben. Für die Vergesslichen unter den Imkerin_innen taugt es definitiv, sich kleine Notizen oder Arbeitspläne zu machen, damit man nicht etwas vergisst, wenn man an den offenen Kästen arbeitet. WIR ERINNERN UNS: Jedes Öffnen der Kästen stresst die Biens und … zum vollständigen Artikel

    • Schlachtfeld

      Das Sonnenvolk wurde seiner Männer beraubt. *Resumee eines Genozid von und mit KA* Heute war kein leichter Tag. Weder für mich, (KA) noch für die Bienen des Sonnevolkes. Die Varros treibt uns um – zumindest gedanklich. Wir sind Anfänger und möchten nichts verkehrt machen. Das Drohnenrähmchen ist seit mehr als zwei Durchsichten halbvoll mit Drohnen und vor zwei Tagen haben wir dann beschlossen, es nun doch – wie in der herkömmlichen Imkerei empfohlen – herauszuschneiden, um die … zum vollständigen Artikel

    • Mit besten Grüßen …

      Flüssiges Gold für Mars und Venus Heute am 29. Mai 2016 steht eine erste Durchsicht von Mars und Venus an. Gestern hatte es geregnet, da haben wir den Termin verschoben. Das Marsvolk bekommt jetzt eine Honigwabe vom Sonnenvolk in seinen Honigkasten gehängt, damit sie sich annimiert fühlen, ihre Speisekammer besser anzunehmen – TIPP von unserer lieben Adleheid Hier ein Blick in den Brutraum vom Marsvolk. Die Venusienen bekommen Honig vom Mond …. Hier ein Blick in den … zum vollständigen Artikel

    • Sonnenvolk trauert um Bienenkönigin

      Eine erste tote Königin *Impressionen von KA* Beim kürzlichen Durchsehen des Sonnenvolknestes hat MA eine Weiselzelle aufgespürt und diese entfernt. In diesen extra großen Waben werden Königinnen herangezüchtet, indem die Larve von den Bienen mit Gelee Royal gefüttert wird. Ein hochpotentes Serum, das die Bienen herstellen und das den Organismus der heranwachsenden Biene auf „Königin“ einstellt, und laut MAs Angaben wie Sperma riecht. Um das Volk am Schwärmen zu hindern bzw von dieser Idee abzubringen, werden im … zum vollständigen Artikel

Bienen in der Frühjahrssonne

Wir Party – Ihr Putzen!

*Fotos & Text  & Erleichterung von KA*

Mitte Februar 2017 und alle vier KAMA-VÖLKER sind am Leben!!!!
JUCHUUUUU! Unsere Erleichterung ist maßlos. Vorallem die Marsianerinnen haben uns Sorge bereitet, weil sie im Herbst so klein waren, zudem ist ihre Königin, Somana, eine Herbstkönigin und hat möglicherweise nicht mehr genug Drohnen zur Paarung abbekommen, weil es schon recht spät im Jahr war. Ergo: Weniger Eier = weniger Bienen = weniger Wärme im Winter. Deswegen haben wir ihren Bau isoliert und das scheint geholfen zu haben. Je weniger Wärme die Bienen selbst erzeugen müssen umso besser die Überlebenschance eines Volkes … unter der Isomatte war es auch an kalten und wolkigen Tagen immer gut fünf Grad wärmer … und lustig sieht es auch aus

INTERESSANT: Die Bienenkönnigin fliegt zum Beginn ihrer hoheitlichen Eierlegemaschinen-Karriere hinaus aus dem Nest und paar sich mit den Drohnen, die sie am Drohnensammelplatz findet. Die abertausend Spermien, die sie dabei bekommt, SPEICHERT SIE!!! – JA, die Königin speichert sie in ihrem Körper !!! – für den Rest ihres Lebens, das mit unter bis zu vier Jahren währen kann. Anhand ihrer Entscheidung, eines ihrer Eier mit einem Spermium zu befruchten, entstehen im Folgenden Arbeiterinnen oder eben unbefruchtet: Drohnen.

       

Links im Bild das Sonnenvolk – unsere Überfliegerinnen. Weil sie so viel Honig drin hatten, haben wir den zum Einwintern unter ihren Schwerstervölkern aufgeteilt.
Rechts das Mondvolk – wie immer etwas sonderlich … Was haben die da in der Gruppe schon wieder zu bequakeln die Mädels?
Ob Somana im kommenden Jahr einen großen Schwarm hervorbringen kann, werden wir noch sehen. Momentan sind wir erst mal überglücklich, dass alle Schwärme wohl auf sind. Besonders die Venusen waren aktiv, daher ein kleiner Aussschnitt von ihrem regen Treiben vor dem Nest. Da Bienen in dieser Jahreszeit kaum Nahrung finden, fliegen sie vorrangig raus, um sich zu erleichtern. Bienen speichern ihre Exkremente, sie kacken – zu gut Deutsch – nicht ihre Bude voll :D.
Es werden auch die Verstorbenen hinausbefördert.
Wir konnten beobachten, dass sie sich oft sogar die Mühe machen, eine tote Artgenossin fünfzig bis hundert Meter hinüber zum Feld zu schleppen, wo sie sie dann der Erde überantworteten. Auf diese Weise bleibt alles erhalten, denn Insekten bilden einen großen Anteil der Biomasse in gesunden Ökosystemen.

Na dann – Prost Frühjahr!

kama.bio_Venusvolk_Bienen_Februar_2017 from KAMA on Vimeo.

Video

Lebende & Tote

Mars ist noch da!

*Fotos & Text von KA*

Ende Dezember 2016.
Da MA und ich Weihnachten in seiner Urform feiern, sprich am 21.12., haben wir an den öffentlichen Feiertagen Zeit für andere Dinge. Da am zweiten Weihnachtsfeiertag das Wetter mitspielte und um Zenit die Bienen sehr aktiv waren, haben wir beschlossen, einen kurzen Blick bei unseren vier Völkern hineinzuwerfen und die Thymolplättchen, die wir im November hineingelegt hatten, herauszunehmen.

kama-bio_aufraeumen_an_weihnachten

Sehr zu unserer glückseeligen Überraschung sind die Marsianerinnen noch am Leben!!!

Die Aktivitätsquote sah insgesamt bei allem Völkern am 26.12.2016 mittags in der Sonne so aus:

Sonnenvolk: voll am Start, hyperaktiv und mit Nestputz unterwegs; wenig TMA
Mondvolk: keine Regung vor dem Bau, die Traube recht weit unten; wenig TMA
Marsvolk: keine Aktivität vor dem Bau, aber alle am Stelzeln beim Reinschauen, kaum TMA
Venusvolk: Aktiv vor dem Bau, dicke Traube unter dem Deckel, wenig TMA

Alles in allem lässt dieser Zustand die Hoffnung wachsen, dass die Völker über den Winter kommen werden. Wobei wir das natürlich mit Sicherheit erst im März sagen werden können.
Wir haben uns desweiteren gegen eine Behandlung mit OXALSÄURE entschieden, die normalerweise um den 21.12. herum gemacht wird, wenn die Bienen in der Brutpause sind. Da die zweite Langzeitbehandlung mit den Thymol gute Ergebnisse gebracht hat, möchten wir den Mädels eine weitere Giftdusche ersparen.

Bisher hat die reduzierte Anwendung von Behandlung (Wir haben nur mit Thymol gearbeitet) keine Nachteile gebracht. Im kommenden Sommer werden wir das Projekt mit den kleinen Zellen angehen, um die Milbenbelastung für die Bienen weiter einzudämmen.

Generelle Infos zum Thema Varroa gibt es hier.

  • Aktuelles von den KAMA-Völkern

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      Wie viele Narren hält ein Bienenhofstaat aus? *Text & Einsichten von KA, Fotos von MA* An einem wunderschönen sonnigen Tag Mitte Juni beschlossen wir – MA und KA – nachzuschauen, ob das Umweiseln der  beiden Völker Venus und Phoenix gelungen war, die aus unerfindlichen Gründen ihre Königinnen verloren hatten. Nachdem wir rund 2,5 Wochen zuvor zwei junge, vitale Königinnen – Phoebe und Venija – zugesetzt hatten, schien es uns ein guter Zeitpunkt, um die Ergebnisse dieses nicht … zum vollständigen Artikel

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      Aus der Thermobox ins gelobte Nest *Video, Fotosund Text von KA* Nachdem wir am 30. April 2017 das geschwärmte Sonnenvolk in einer Thermokiste eingefangen und diese komplett ins neue Nest gestellt hatten, damit das Volk auf die Waben umsiedeln kann, kam nun der Tag, da die Kiste wieder herausgenommen werden musste. Die darauf noch ansässigen Bienen begannen recht schnell in einer Kolonne ihre Bienenwanderung ins gelobte Nest … NORMALERWEISE sollte man zusehen, dass man beim Einfangen des … zum vollständigen Artikel

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      Die Geburt des Solaris-Volkes Ende April 2017 *Fotos von urheberrechtsentspannten Freunden & Schwarm Geburtsanzeige von KA* Man mag es nicht glauben, an einem Donnerstag Ende April schauen wir morgens aus dem Fenster und sehen – Schnee. Allerdings nicht diesen Möchtegern-Matscheflocken-Schlabber-Schnee sondern 10 Zentimeter weißen super Originalschnee! Keiner hatte angenommen, dass nach der  April-April-Nummer sich der tradierte Wankelwettermonat noch mal so ein Schlussdebüt erlauben würde … aber er tat es. Wir alle sahen schon unser geplantes Beltanefest in … zum vollständigen Artikel

    • Bienen mit gelbem PollenDas Bienenjahr 2017 beginnt …

      Bienen im Sonnenrausch *Fotos & Text  von KA* 23. März 2017 – Beginn das Bienenjahr 2017 hat schon richtig Fahrt aufgenommen und auf unserem Flachdach ist der Arbeitswahn ausgebrochen! Während die emsigen Hofbewohner_innen in der warmen Nachmittagssonne die Frühjahrsarbeiten verrichten, sind auch unsere vier Völker SOnne, MOnd, Mars und Venus ausgesprochen aktiv. Wir haben ihnen heute die Schiets rausgenommen, damit nach der Winterstandluftwärme die frische Luft besser ins Nest gelangen kann. In den nächsten Tagen werden wir … zum vollständigen Artikel

    • Bienen in der Frühjahrssonne

      Wir Party – Ihr Putzen! *Fotos & Text  & Erleichterung von KA* Mitte Februar 2017 und alle vier KAMA-VÖLKER sind am Leben!!!! JUCHUUUUU! Unsere Erleichterung ist maßlos. Vorallem die Marsianerinnen haben uns Sorge bereitet, weil sie im Herbst so klein waren, zudem ist ihre Königin, Somana, eine Herbstkönigin und hat möglicherweise nicht mehr genug Drohnen zur Paarung abbekommen, weil es schon recht spät im Jahr war. Ergo: Weniger Eier = weniger Bienen = weniger Wärme im Winter. … zum vollständigen Artikel

    • Lebende & Tote

      Mars ist noch da! *Fotos & Text von KA* Ende Dezember 2016. Da MA und ich Weihnachten in seiner Urform feiern, sprich am 21.12., haben wir an den öffentlichen Feiertagen Zeit für andere Dinge. Da am zweiten Weihnachtsfeiertag das Wetter mitspielte und um Zenit die Bienen sehr aktiv waren, haben wir beschlossen, einen kurzen Blick bei unseren vier Völkern hineinzuwerfen und die Thymolplättchen, die wir im November hineingelegt hatten, herauszunehmen. Sehr zu unserer glückseeligen Überraschung sind die … zum vollständigen Artikel

    • Räuber und Beraubte

      Von der sanften Honigsammlerin zur wilden Plündererin *Video & Text von KA* Es wird geplündert und gemordet. Es wird sich bedrängt und beraubt. Was sich im ersten Moment nach einem Krisengebiet in Nahost anhört, findet in unmittelbarer Nähe unserer Wohnung statt – auf, in und vor unseren Bienenkästen. Der Pollen ist alle, der Nektar versiegt, die Blüten am verwelken, die Natur bereitet sich zunehmend auf die Winterruhe vor. Dies ist die Zeit, in der sich die süße … zum vollständigen Artikel

    • Bienenpogo auf dem Anflugbrett

      Gruppen-Chillout vor der Tür *Foto von MA & Text von KA* Unsere süßen Venusen, die haben Freude an ihrem Leben! Sie sind binnen Wochen vom schwächsten Volk zum dritt stärksten geworden, damit haben sie den Marsianerinnen den Rang abgelaufen, die sich zurzeit eine neue Königin nachziehen. Was hier  (siehe Foto) genau los ist, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Wenn die Sonne auf den Kasten scheinen würde, könnte man meinen, dass die Venusen wegen der Temperaturregulierung im … zum vollständigen Artikel

    • Dumm & Dümmer

      Am Anfang war die Ahnunglosigkeit … *Ein schmerzliches Erfahrungsprotokoll von KA* Wie entnimmt man Rähmchen im laufenden Betrieb? Unsere Imkerpaten hatten uns für den Umzug der Völker einige ihrer Waben mitgegeben. Nun war die Zeit gekommen, sie zurückzugeben. Für die Vergesslichen unter den Imkerin_innen taugt es definitiv, sich kleine Notizen oder Arbeitspläne zu machen, damit man nicht etwas vergisst, wenn man an den offenen Kästen arbeitet. WIR ERINNERN UNS: Jedes Öffnen der Kästen stresst die Biens und … zum vollständigen Artikel

    • Schlachtfeld

      Das Sonnenvolk wurde seiner Männer beraubt. *Resumee eines Genozid von und mit KA* Heute war kein leichter Tag. Weder für mich, (KA) noch für die Bienen des Sonnevolkes. Die Varros treibt uns um – zumindest gedanklich. Wir sind Anfänger und möchten nichts verkehrt machen. Das Drohnenrähmchen ist seit mehr als zwei Durchsichten halbvoll mit Drohnen und vor zwei Tagen haben wir dann beschlossen, es nun doch – wie in der herkömmlichen Imkerei empfohlen – herauszuschneiden, um die … zum vollständigen Artikel

    • Mit besten Grüßen …

      Flüssiges Gold für Mars und Venus Heute am 29. Mai 2016 steht eine erste Durchsicht von Mars und Venus an. Gestern hatte es geregnet, da haben wir den Termin verschoben. Das Marsvolk bekommt jetzt eine Honigwabe vom Sonnenvolk in seinen Honigkasten gehängt, damit sie sich annimiert fühlen, ihre Speisekammer besser anzunehmen – TIPP von unserer lieben Adleheid Hier ein Blick in den Brutraum vom Marsvolk. Die Venusienen bekommen Honig vom Mond …. Hier ein Blick in den … zum vollständigen Artikel

    • Sonnenvolk trauert um Bienenkönigin

      Eine erste tote Königin *Impressionen von KA* Beim kürzlichen Durchsehen des Sonnenvolknestes hat MA eine Weiselzelle aufgespürt und diese entfernt. In diesen extra großen Waben werden Königinnen herangezüchtet, indem die Larve von den Bienen mit Gelee Royal gefüttert wird. Ein hochpotentes Serum, das die Bienen herstellen und das den Organismus der heranwachsenden Biene auf „Königin“ einstellt, und laut MAs Angaben wie Sperma riecht. Um das Volk am Schwärmen zu hindern bzw von dieser Idee abzubringen, werden im … zum vollständigen Artikel

Video

Räuber und Beraubte

Von der sanften Honigsammlerin zur wilden Plündererin

*Video & Text von KA*

Es wird geplündert und gemordet. Es wird sich bedrängt und beraubt. Was sich im ersten Moment nach einem Krisengebiet in Nahost anhört, findet in unmittelbarer Nähe unserer Wohnung statt – auf, in und vor unseren Bienenkästen.

Der Pollen ist alle, der Nektar versiegt, die Blüten am verwelken, die Natur bereitet sich zunehmend auf die Winterruhe vor. Dies ist die Zeit, in der sich die süße Honigbiene von ihrer wilden und rauen Seite zeigt. Unsere Mädels tragen sich gegenseitig den Honig aus dem Stock, obwohl wir bis zum Erbrechen eingefüttert haben. Auch die Wespen mischen ordentlich mit …

Bienenpogo auf dem Anflugbrett

Gruppen-Chillout vor der Tür

*Foto von MA & Text von KA*

kama.bio_venus_Bienen_Binenvolk_aktiv_Sommer

Unsere süßen Venusen, die haben Freude an ihrem Leben! Sie sind binnen Wochen vom schwächsten Volk zum dritt stärksten geworden, damit haben sie den Marsianerinnen den Rang abgelaufen, die sich zurzeit eine neue Königin nachziehen.

Was hier  (siehe Foto) genau los ist, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Wenn die Sonne auf den Kasten scheinen würde, könnte man meinen, dass die Venusen wegen der Temperaturregulierung im Nest draußen vor der Tür rumhängen Aber da schon Abend ist, ist dieses Massenkuscheln auf dem Anflugbrett eher nicht darauf zurückzuführen und ein spannendes, bislang erstmaliges Phänomen …

Zur Temperatur im Bienennest lässt sich generell folgendes sagen:

Um ihr Nest bei heißen Temperaturen im Sommer zu kühlen, verlassen Bienen den Stock und schwirren vor dem Kasten herum – weniger Bienen auf den Waben = weniger Bewegung = weniger Reibung = weniger Wärme … einfach angewandte Physik Beim Sonnenvolk können wir das immer wieder schön beobachten; auch, wie sie mit den Flügeln kühle Luft hineinfächeln. Wir haben ihnen zur Unterstützung eine mit Ästen geschützte Wasserschüssel unter den Kasten gestellt. Das dort verdunstende H2O mäßigt die Temperatur an ihrem Standort auf unserem Balkon ein wenig, denn dort knallt um die Mittagszeit die Sonne zuweilen ziemlich drauf.

Den Anflugkeil sollte man spätestens bei einem solchen Verhalten der Bienen entfernen, um ihnen das Kühlen ihres Stocks zu erleichtern. Immer schön cool bleiben, alle miteinander!

 

 

Dumm & Dümmer

Am Anfang war die Ahnunglosigkeit …

*Ein schmerzliches Erfahrungsprotokoll von KA*

Wie entnimmt man Rähmchen im laufenden Betrieb? Unsere Imkerpaten hatten uns für den Umzug der Völker einige ihrer Waben mitgegeben. Nun war die Zeit gekommen, sie zurückzugeben. Für die Vergesslichen unter den Imkerin_innen taugt es definitiv, sich kleine Notizen oder Arbeitspläne zu machen, damit man nicht etwas vergisst, wenn man an den offenen Kästen arbeitet. WIR ERINNERN UNS: Jedes Öffnen der Kästen stresst die Biens und bringt ihre Nesttemperatur durcheinander, daher sollten die invasiven Maßnahmen so gering wie möglich gehalten werden.

Die letzte Durchsicht war nur drei Tage her, aber unser liebes Sonnenvolk musste nun noch mal herhalten. In ihrem Brutnest befinden sich einer der Baurahmen und zwei Honigrähmchen, die zurück gehen sollen an unsere Imkerpaten. Nun sind auf so einer Platte ja sehr viele Bienen und wir in unserer Einfalt denken uns – „BOAH, die da jetzt alle runterkehren und runterschlagen ist ja voll krass, lass uns die Rahmen doch einfach neben den Kasten stellen, dann krabbeln die schon alle zurück ….“

JA, denkste, du Mensch!!!

Als wir nach ein paar Stunden wieder nach den Sonnjanern geschaut haben, war auf unserem Balkon der totale Pogo ausgebrochen. Die Bienen wimmeln wie wild auf den Waben herum, vielen von ihnen fliegen umher. Es schien auch, als wären fremde Bienen dazu gekommen, um Honig wegzutragen – das bedeutet richtig Stress!!!

Was als Versuch der sanften Umsiedelung begann, endete in einem weiteren Öffnen des Kastens, dem akribischen Herunterkehren und Herunterrauchen von lauter aufgebrachten und genervten Bienen und mündete in der bitteren Einsicht, dass gemäßigte Gewaltanwendung in Form eines Besens, zuweilen nicht vermieden werden kann. Der Stress war für den Schwarm so natürlich weit größer, viele lagen am Abend tot vor dem Bau ….

Es folgt daraus unser erstes ausdrückliches NOGO:

  • Keinen Honig neben den Kasten stellen
  • Bienen bei Veränderungen in ihrem Nest so gut es geht in ihren Kasten zurück  befördern

Liebes Sonnenvolk, es tut uns leid, dass wir solche Einfaltspinsel_innen sind! Wir hoffen sehr, dass ihr euch recht bald von unserer Dummie-Aktion erholt und danke, dass ihr solche Geduld mit uns habt und nicht geschlossen über uns herfallt …

Die aus dem Baurahmen herausgeschnittenen Wabenzellen haben wir übrigens wieder in das Nest eingepflegt, indem wir die Platte mit den verdeckelten Larven in einen leeren Rahmen von uns hineingestellt haben. Damit zumindest konnten weitere Opfer vermieden werden … Ein interessantes anderes Thema an dieser Stelle ist die ORDNUNG der WABEN im NEST. Infos dazu gibt es hier!

Und zwei FRAGEN stellen sich:

  • Haben die Bienen so aufgebracht reagiert, wegen des Honigs und des Honigraubes? Sprich: Wenn dort nur ein Brutrahmen gestanden hätte, hätten sie diesen dann irgendwann verlassen und wären in ihr Nest zurückgekehrt?
  • Wie lange kann eine verdeckelte Bienenlarve eigentlich außerhalb ihres Nest ohne die richtige Temperatur überleben?

 

Bild

Schlachtfeld

Das Sonnenvolk wurde seiner Männer beraubt.

*Resumee eines Genozid von und mit KA*

Heute war kein leichter Tag.
Weder für mich, (KA) noch für die Bienen des Sonnevolkes.
Die Varros treibt uns um – zumindest gedanklich. Wir sind Anfänger und möchten nichts verkehrt machen. Das Drohnenrähmchen ist seit mehr als zwei Durchsichten halbvoll mit Drohnen und vor zwei Tagen haben wir dann beschlossen, es nun doch – wie in der herkömmlichen Imkerei empfohlen – herauszuschneiden, um die Drohnen auf Milbenbefall hin zu untersuchen. Leute und liebe Anfänger, ich sage euch, das ist KEIN SPASS!

Da mir klar war, dass ich die süßen Brutpfelgerinnen von der Platte würde herunter bekommen müssen, bin ich diesmal von vorn herein mit voller Montur zum Einsatz am Kasten angetreten. Und wie erwartet war ziemlich Pogo, als ich die Mädels von ihrer Brut heruntergebürstet habe. So als Beginner ist das schon noch ein spezielles Gefühl, mitten in einer Wolke aufgebrachter Bienen zu stehen, wobei ich wirklich sagen muss, dass das Sonnevolk erstaunlich umgänglich ist. Am Ende des Eingriffs hatte ich einen Stachel im Handschuh hängen …

[ Kleine Randbemerkung: Ich werde eine Minirubrik zum Thema gute Imkerkleidung anfangen, denn da tun sich mittlerweile auch gewisse Erkenntisse über Vor- und Nachteile auf. ]

Aberr das wirklich gruselige Drama begann erst auf unserem Tisch. Normalerweise werden Drohnenplatten ja rausgeschnitten, kontrolliert und dann entsorgt. Nun verhielt es sich bei unserer Probe aber so, dass die Hälfe der Zellen mit  intakten leeren Waben und Bienen belegt war und die sind obendrein auch noch geschlüpft.

kama.bio_Schnitt_in_Drohnenbrutwabe

So sorry, mag sein, dass das jetzt der absolute Gefühlsdusel ist, aber ich hab es nicht fertig gebracht, die soeben erwachenden Bienlein mit zu schlachen. Ich bin mit einer gewissen Respektshaltung dem Leben gegenüber aufgezogen worden und dieser unsinnige Massenmord an Arbeiterinnen um Willen von Varroa-Ergebnissen ging nun nicht auf meine Kuhhaut. Ich habe daher den unteren Bereich auf dem die Drohnenzellen angelegt war, mit einem heißen Messer weggeschnitten. Nebenbei sind dann die frisch geschlüpften Babybienen auf der Platte rumgewimmelt – die hatten damit auch ne vermurkste Kindheit …

kama.bio_Bienen_beim Schluepfen

Alles in allem hat mich dieses Aktion ziemlich depremiert. Mit MA zusammen haben wir etwa ein Viertel der herunter geschnittenen Wabe nach Milben durchsucht und tatsächlich keine gefunden. So gesehen ein Grund zur Freude, aber beim Anblick des Berges toter bzw fast schon lebendiger Bieneriche wollten sich  Glücksgefühle nicht einstellen. Wir haben die armen Jungs im Anschluss an die Fische im Fluss verfüttert, so bleiben sie dem Kreislauf des Lebens zumindest als Enegiespender erhalten.

kama.bio_auf_der-Suche_nach_dem Parasit

kama.bio_Ein_Berg_dohnenlarven_zum_sterben_verurteilt

Ich möchte gerne auf eine Weise mit den Bienen arbeiten, bei der ein solches Morden nicht nötg ist. Seit heute bin ich bei resistantbees.com angemeldet. Die Götter mögen geben, dass wir es schaffen, einen sanften Weg zu finden und zu gehen, gemeinsam mit diesen wunderbaren Lebenwesen und im Sinne der Ganzheitlichkeit der Natur.

Mehr dazu in Kürze auf diesem Kanal  …

Übrigens: Wir haben einen Großteil der versigelten Brut eingefroren. Wenn man jemanden kennt, der angelt, kann der die ungeschlüpften Larven gut als Köder verwenden … so im Sinne der Nahrungskette eben …