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Lebende & Tote

Mars ist noch da!

*Fotos & Text von KA*

Ende Dezember 2016.
Da MA und ich Weihnachten in seiner Urform feiern, sprich am 21.12., haben wir an den öffentlichen Feiertagen Zeit für andere Dinge. Da am zweiten Weihnachtsfeiertag das Wetter mitspielte und um Zenit die Bienen sehr aktiv waren, haben wir beschlossen, einen kurzen Blick bei unseren vier Völkern hineinzuwerfen und die Thymolplättchen, die wir im November hineingelegt hatten, herauszunehmen.

kama-bio_aufraeumen_an_weihnachten

Sehr zu unserer glückseeligen Überraschung sind die Marsianerinnen noch am Leben!!!

Die Aktivitätsquote sah insgesamt bei allem Völkern am 26.12.2016 mittags in der Sonne so aus:

Sonnenvolk: voll am Start, hyperaktiv und mit Nestputz unterwegs; wenig TMA
Mondvolk: keine Regung vor dem Bau, die Traube recht weit unten; wenig TMA
Marsvolk: keine Aktivität vor dem Bau, aber alle am Stelzeln beim Reinschauen, kaum TMA
Venusvolk: Aktiv vor dem Bau, dicke Traube unter dem Deckel, wenig TMA

Alles in allem lässt dieser Zustand die Hoffnung wachsen, dass die Völker über den Winter kommen werden. Wobei wir das natürlich mit Sicherheit erst im März sagen werden können.
Wir haben uns desweiteren gegen eine Behandlung mit OXALSÄURE entschieden, die normalerweise um den 21.12. herum gemacht wird, wenn die Bienen in der Brutpause sind. Da die zweite Langzeitbehandlung mit den Thymol gute Ergebnisse gebracht hat, möchten wir den Mädels eine weitere Giftdusche ersparen.

Bisher hat die reduzierte Anwendung von Behandlung (Wir haben nur mit Thymol gearbeitet) keine Nachteile gebracht. Im kommenden Sommer werden wir das Projekt mit den kleinen Zellen angehen, um die Milbenbelastung für die Bienen weiter einzudämmen.

Generelle Infos zum Thema Varroa gibt es hier.

  • Aktuelles von den KAMA-Völkern

    • Königin Phoebe und ihre Stifte

      Wie viele Narren hält ein Bienenhofstaat aus? *Text & Einsichten von KA, Fotos von MA* An einem wunderschönen sonnigen Tag Mitte Juni beschlossen wir – MA und KA – nachzuschauen, ob das Umweiseln der  beiden Völker Venus und Phoenix gelungen war, die aus unerfindlichen Gründen ihre Königinnen verloren hatten. Nachdem wir rund 2,5 Wochen zuvor zwei junge, vitale Königinnen – Phoebe und Venija – zugesetzt hatten, schien es uns ein guter Zeitpunkt, um die Ergebnisse dieses nicht … zum vollständigen Artikel

    • randvoll HonigWo Milch und Honig fließen

      Randvoll Honig – vom Überquellen eines Bienenstocks *Text & Fotos von KA* In Erwerbsimkerfachkreisen würde man wohl den Begriff „schlampig“ oder „verantwortungslos“ benutzen, wenn man im Frühjahr von einer Durchsicht zur nächsten sechs Wochen versteichen lässt. Nur zu gut erinneren wir uns an unseren tobenden Imkereimeister bei der Grundausbildung, wenn die Azubis ihren regelmäßigen Durchsichtspflichen nicht nachgekommen waren. Wir beide sehen das nicht so eng. Als Sonne Anfang Mai geschwärmt war, wollten wir die Zurückgebliebenen einfach nicht … zum vollständigen Artikel

    • Bienenwanderung von obenBienenwanderung

      Aus der Thermobox ins gelobte Nest *Video, Fotosund Text von KA* Nachdem wir am 30. April 2017 das geschwärmte Sonnenvolk in einer Thermokiste eingefangen und diese komplett ins neue Nest gestellt hatten, damit das Volk auf die Waben umsiedeln kann, kam nun der Tag, da die Kiste wieder herausgenommen werden musste. Die darauf noch ansässigen Bienen begannen recht schnell in einer Kolonne ihre Bienenwanderung ins gelobte Nest … NORMALERWEISE sollte man zusehen, dass man beim Einfangen des … zum vollständigen Artikel

    • Unser größter Schwarm

      Die Geburt des Solaris-Volkes Ende April 2017 *Fotos von urheberrechtsentspannten Freunden & Schwarm Geburtsanzeige von KA* Man mag es nicht glauben, an einem Donnerstag Ende April schauen wir morgens aus dem Fenster und sehen – Schnee. Allerdings nicht diesen Möchtegern-Matscheflocken-Schlabber-Schnee sondern 10 Zentimeter weißen super Originalschnee! Keiner hatte angenommen, dass nach der  April-April-Nummer sich der tradierte Wankelwettermonat noch mal so ein Schlussdebüt erlauben würde … aber er tat es. Wir alle sahen schon unser geplantes Beltanefest in … zum vollständigen Artikel

    • Bienen mit gelbem PollenDas Bienenjahr 2017 beginnt …

      Bienen im Sonnenrausch *Fotos & Text  von KA* 23. März 2017 – Beginn das Bienenjahr 2017 hat schon richtig Fahrt aufgenommen und auf unserem Flachdach ist der Arbeitswahn ausgebrochen! Während die emsigen Hofbewohner_innen in der warmen Nachmittagssonne die Frühjahrsarbeiten verrichten, sind auch unsere vier Völker SOnne, MOnd, Mars und Venus ausgesprochen aktiv. Wir haben ihnen heute die Schiets rausgenommen, damit nach der Winterstandluftwärme die frische Luft besser ins Nest gelangen kann. In den nächsten Tagen werden wir … zum vollständigen Artikel

    • Bienen in der Frühjahrssonne

      Wir Party – Ihr Putzen! *Fotos & Text  & Erleichterung von KA* Mitte Februar 2017 und alle vier KAMA-VÖLKER sind am Leben!!!! JUCHUUUUU! Unsere Erleichterung ist maßlos. Vorallem die Marsianerinnen haben uns Sorge bereitet, weil sie im Herbst so klein waren, zudem ist ihre Königin, Somana, eine Herbstkönigin und hat möglicherweise nicht mehr genug Drohnen zur Paarung abbekommen, weil es schon recht spät im Jahr war. Ergo: Weniger Eier = weniger Bienen = weniger Wärme im Winter. … zum vollständigen Artikel

    • Lebende & Tote

      Mars ist noch da! *Fotos & Text von KA* Ende Dezember 2016. Da MA und ich Weihnachten in seiner Urform feiern, sprich am 21.12., haben wir an den öffentlichen Feiertagen Zeit für andere Dinge. Da am zweiten Weihnachtsfeiertag das Wetter mitspielte und um Zenit die Bienen sehr aktiv waren, haben wir beschlossen, einen kurzen Blick bei unseren vier Völkern hineinzuwerfen und die Thymolplättchen, die wir im November hineingelegt hatten, herauszunehmen. Sehr zu unserer glückseeligen Überraschung sind die … zum vollständigen Artikel

    • Räuber und Beraubte

      Von der sanften Honigsammlerin zur wilden Plündererin *Video & Text von KA* Es wird geplündert und gemordet. Es wird sich bedrängt und beraubt. Was sich im ersten Moment nach einem Krisengebiet in Nahost anhört, findet in unmittelbarer Nähe unserer Wohnung statt – auf, in und vor unseren Bienenkästen. Der Pollen ist alle, der Nektar versiegt, die Blüten am verwelken, die Natur bereitet sich zunehmend auf die Winterruhe vor. Dies ist die Zeit, in der sich die süße … zum vollständigen Artikel

    • Bienenpogo auf dem Anflugbrett

      Gruppen-Chillout vor der Tür *Foto von MA & Text von KA* Unsere süßen Venusen, die haben Freude an ihrem Leben! Sie sind binnen Wochen vom schwächsten Volk zum dritt stärksten geworden, damit haben sie den Marsianerinnen den Rang abgelaufen, die sich zurzeit eine neue Königin nachziehen. Was hier  (siehe Foto) genau los ist, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Wenn die Sonne auf den Kasten scheinen würde, könnte man meinen, dass die Venusen wegen der Temperaturregulierung im … zum vollständigen Artikel

    • Dumm & Dümmer

      Am Anfang war die Ahnunglosigkeit … *Ein schmerzliches Erfahrungsprotokoll von KA* Wie entnimmt man Rähmchen im laufenden Betrieb? Unsere Imkerpaten hatten uns für den Umzug der Völker einige ihrer Waben mitgegeben. Nun war die Zeit gekommen, sie zurückzugeben. Für die Vergesslichen unter den Imkerin_innen taugt es definitiv, sich kleine Notizen oder Arbeitspläne zu machen, damit man nicht etwas vergisst, wenn man an den offenen Kästen arbeitet. WIR ERINNERN UNS: Jedes Öffnen der Kästen stresst die Biens und … zum vollständigen Artikel

    • Schlachtfeld

      Das Sonnenvolk wurde seiner Männer beraubt. *Resumee eines Genozid von und mit KA* Heute war kein leichter Tag. Weder für mich, (KA) noch für die Bienen des Sonnevolkes. Die Varros treibt uns um – zumindest gedanklich. Wir sind Anfänger und möchten nichts verkehrt machen. Das Drohnenrähmchen ist seit mehr als zwei Durchsichten halbvoll mit Drohnen und vor zwei Tagen haben wir dann beschlossen, es nun doch – wie in der herkömmlichen Imkerei empfohlen – herauszuschneiden, um die … zum vollständigen Artikel

    • Mit besten Grüßen …

      Flüssiges Gold für Mars und Venus Heute am 29. Mai 2016 steht eine erste Durchsicht von Mars und Venus an. Gestern hatte es geregnet, da haben wir den Termin verschoben. Das Marsvolk bekommt jetzt eine Honigwabe vom Sonnenvolk in seinen Honigkasten gehängt, damit sie sich annimiert fühlen, ihre Speisekammer besser anzunehmen – TIPP von unserer lieben Adleheid Hier ein Blick in den Brutraum vom Marsvolk. Die Venusienen bekommen Honig vom Mond …. Hier ein Blick in den … zum vollständigen Artikel

    • Sonnenvolk trauert um Bienenkönigin

      Eine erste tote Königin *Impressionen von KA* Beim kürzlichen Durchsehen des Sonnenvolknestes hat MA eine Weiselzelle aufgespürt und diese entfernt. In diesen extra großen Waben werden Königinnen herangezüchtet, indem die Larve von den Bienen mit Gelee Royal gefüttert wird. Ein hochpotentes Serum, das die Bienen herstellen und das den Organismus der heranwachsenden Biene auf „Königin“ einstellt, und laut MAs Angaben wie Sperma riecht. Um das Volk am Schwärmen zu hindern bzw von dieser Idee abzubringen, werden im … zum vollständigen Artikel

Isomatte & Milbenplage

Es ist schrecklich still beim Marsvolk …

*Fotos & Text von KA*

Ende November 2016.
Im Süden Deutschlands hält sich die Kälte zwar noch zurück, von Winter kann noch gar keine Rede sein, aber der 21.12. ist ja auch noch etwas hin. Beim Einbauen unseres Fensters – man erinnere sich: Wir haben ein Loch in die Wand unseres Dachbodens gehackt, um besser auf unser Flachdach gelangen zu können – haben wir einen kurzen Blick auf unsere Völker Mars, Venus und Mond geworfen, die ihre Nester oben auf dem Dach haben. In das Loch in der Außenwand muss natürlich noch ein Fenster rein, denn im netten Bayern kann’s so nahe an den Bergen schon auch mal zu dollen Schneeverwehungen kommen, deswegen hat sich MA heute als Fenstermonteur verdingt

kama-bio_fensterbau_november2016

Das Marsvolk hat zur besseren Isolation von uns im Oktober eine Isomatte umgebunden bekommen, auch den leeren Bereich im Brutkasten hinter dem Schiet haben wir zusätzlich isoliert. Der Eingang war bis auf ein winziges Flugloch praktisch verbarrikadiert.

kama-bio_marsvolk_winter_isolation

Leider zeigt sich dennoch ein recht grausiges Bild bei der kurzen Von-Außen-Kontrolle. Viele tote Bienen liegen am Flugloch, auch beim näheren Hinhören ist nicht das vertraute Brummen der Bienentraube zu hören ….
Weder sieht das vertrauenserweckend aus noch lässt dieser Anblick hoffen, dass die Marsianerinnen den Winter überstehen werden.

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Eine Möglichkeit, um ein solches Unheil abzuwenden, ist es, das Volk im Spätsommer mit einem anderen zu verschmelzen, um die Bienenmasse für den Winter zu erhöhen. Für uns war dieser Tipp zu spät gekommen, ob die besseren Isolation reichen wird für Mars‘ Überleben, werden wir erst im Frühjahr sehen …

  • Aktuelles vom Marsvolk

    • tote BienenIrren ist ja so menschlich …

      Von Frühjahrsraubzügen und Totengräbern *Fotos & Nachruf  von KA* Nachdem wir vor wenigen Tagen voll Freude den Beginn des Bienenjahr 2017 gefeiert haben, so drängt sich nach der gesterigen Durchsicht doch für den Moment eher der Beginn eines notwendigen Begreifensprozesses auf, denn in zwei Kästen finden wir nur tote Bienen. Schwer zu beantworten, ob das immer so war, und was genau sich Mutter Natur dabei gedacht … weiterlesen

    • Bienen in der Frühjahrssonne

      Wir Party – Ihr Putzen! *Fotos & Text  & Erleichterung von KA* Mitte Februar 2017 und alle vier KAMA-VÖLKER sind am Leben!!!! JUCHUUUUU! Unsere Erleichterung ist maßlos. Vorallem die Marsianerinnen haben uns Sorge bereitet, weil sie im Herbst so klein waren, zudem ist ihre Königin, Somana, eine Herbstkönigin und hat möglicherweise nicht mehr genug Drohnen zur Paarung abbekommen, weil es schon recht spät im Jahr war. … weiterlesen

    • Lebende & Tote

      Mars ist noch da! *Fotos & Text von KA* Ende Dezember 2016. Da MA und ich Weihnachten in seiner Urform feiern, sprich am 21.12., haben wir an den öffentlichen Feiertagen Zeit für andere Dinge. Da am zweiten Weihnachtsfeiertag das Wetter mitspielte und um Zenit die Bienen sehr aktiv waren, haben wir beschlossen, einen kurzen Blick bei unseren vier Völkern hineinzuwerfen und die Thymolplättchen, die wir im … weiterlesen

Die drei anderen Völker haben zudem seit ca. 3 Wochen Thymol drin, da der TMA – Tote Milben Abfall – im Oktober immer noch so hoch war. Bei Sonne, Mars und Venus waren schon gut Milben auf dem Gmüll, aber richtig schlimm war es bei Mond, da lagen obendrein auch noch unzählige Flügel herum … ?! Hä? Was ist das für ein Phänomen? Das bedarf wohl einiger Nachfforschung. Zumindest vernimmt man mit dem Ohr am Kasten das vertraute Brummen des Schwarms, was zumindest annehmen lässt, dass sie in der Mehrheit noch am Leben sind.

Es bleibt dennoch spannend …

Interessant: Bienen füttern einander ständig gegenseitig. Eine Biene, die beim Futter war, teilt dieses unter ihren anderen Schwestern auf, während sie herum krabbelt. Das hat zur Folge, dass Bienen auf einen Schlag gemeinsam verhungern, wenn das Futter ausgeht – das nenn ich mal selbstlosen Kommunismus!

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    • Lebende & Tote

      Mars ist noch da! *Fotos & Text von KA* Ende Dezember 2016. Da MA und ich Weihnachten in seiner Urform feiern, sprich am 21.12., haben wir an den öffentlichen Feiertagen Zeit für andere Dinge. Da am zweiten Weihnachtsfeiertag das Wetter mitspielte und um Zenit die Bienen sehr aktiv waren, haben wir beschlossen, einen kurzen Blick bei unseren vier Völkern hineinzuwerfen und die Thymolplättchen, die wir im November hineingelegt hatten, herauszunehmen. Sehr zu unserer glückseeligen Überraschung sind die Marsianerinnen noch am Leben!!! Die Aktivitätsquote sah insgesamt bei allem Völkern am 26.12.2016 mittags in der Sonne so aus: Sonnenvolk: voll am Start, hyperaktiv und mit Nestputz unterwegs; wenig TMA Mondvolk: keine Regung vor dem Bau, die Traube recht weit unten; wenig TMA Marsvolk: keine Aktivität vor dem Bau, aber alle am Stelzeln … weiterlesen

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      Es ist schrecklich still beim Marsvolk … *Fotos & Text von KA* Ende November 2016. Im Süden Deutschlands hält sich die Kälte zwar noch zurück, von Winter kann noch gar keine Rede sein, aber der 21.12. ist ja auch noch etwas hin. Beim Einbauen unseres Fensters – man erinnere sich: Wir haben ein Loch in die Wand unseres Dachbodens gehackt, um besser auf unser Flachdach gelangen zu können – haben wir einen kurzen Blick auf unsere Völker Mars, Venus und Mond geworfen, die ihre Nester oben auf dem Dach haben. In das Loch in der Außenwand muss natürlich noch ein Fenster rein, denn im netten Bayern kann’s so nahe an den Bergen schon auch mal zu dollen Schneeverwehungen kommen, deswegen hat sich MA heute als Fenstermonteur verdingt Das Marsvolk hat zur … weiterlesen

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      Mit Zuckerbrot und Rührstab *Fotos von MA & Text von KA* Einfüttern. Auch wir haben mächtig und überschwänglich eingefüttert dieses Jahr, obwohl wir keinen Honig entnommen haben. Nach wie vor versuchen wir, nichts falsch zu machen, und tatasächlich hatte unser stärkstes Volk, das Sonnenvolk, noch einige Kilo Honig drin, als wir sie einige Tage nach der letzten Fütterung kontrolliert haben. Wir haben uns dazu entschieden, die Honigschwemme auf alle vier Völker zu verteilen. So haben sie alle zwei Rähmchen voll neben ihr Schiet bekommen, in der Hoffnung, dass sie den Honig noch umlagern, bevor es arg zu kalt wird. Ein befreundeter Imker hat prognostiziert, dass Mars nicht durchkommen würde, weil sie zu schwach sein. Ein paar Handvoll Bienen auf fünf Rahmen. Er riet uns, den Kasten zusätzlich zu isolieren, was … weiterlesen

    • Das Schicksal der Varroa

      Vom Drama der Vernichtung bei Milben und Bienen *Foto & Überlegungen von KA* Seit MA und ich uns mit den Bienen befassen, haben wir beide unabhängig voneinander das Gefühl, dass es uns zuwider ist wegen der Varroa, Säuren und Gifte auf die Mädels draufzukippen. Diese Aussage ruft bestimmt im Hauptteil der Imkerschaft Reaktionen wie „Das ist unverantwortlich“ und „Ohne Behandlung gehen die Völker ein“ hervor. Ob man will oder nicht, bringt einen das Thema Varroabehandlung an den Punkt, wo emotionale/rationale Betroffenheit und das generell tot geschwiegene Gefühl der Ohnmacht und das Wissen, dass wir (als Menschen)  gewaltig was verbockt haben, aufeinandertreffen. Jede_r Imker_in muss und wird aus daraus seine/ihre eigenen Schlüsse für ihren Umgang mit den Biens ziehen. Für MA und mich hat sich schnell heraus kristallisiert, dass wir mit … weiterlesen

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      Das Sonnenvolk wurde seiner Männer beraubt. *Resumee eines Genozid von und mit KA* Heute war kein leichter Tag. Weder für mich, (KA) noch für die Bienen des Sonnevolkes. Die Varros treibt uns um – zumindest gedanklich. Wir sind Anfänger und möchten nichts verkehrt machen. Das Drohnenrähmchen ist seit mehr als zwei Durchsichten halbvoll mit Drohnen und vor zwei Tagen haben wir dann beschlossen, es nun doch – wie in der herkömmlichen Imkerei empfohlen – herauszuschneiden, um die Drohnen auf Milbenbefall hin zu untersuchen. Leute und liebe Anfänger, ich sage euch, das ist KEIN SPASS! Da mir klar war, dass ich die süßen Brutpfelgerinnen von der Platte würde herunter bekommen müssen, bin ich diesmal von vorn herein mit voller Montur zum Einsatz am Kasten angetreten. Und wie erwartet war ziemlich Pogo, … weiterlesen

Kurzmitteilung

Ein schlechter Deal

Mit Zuckerbrot und Rührstab

*Fotos von MA & Text von KA*

Einfüttern.
Auch wir haben mächtig und überschwänglich eingefüttert dieses Jahr, obwohl wir keinen Honig entnommen haben. Nach wie vor versuchen wir, nichts falsch zu machen, und tatasächlich hatte unser stärkstes Volk, das Sonnenvolk, noch einige Kilo Honig drin, als wir sie einige Tage nach der letzten Fütterung kontrolliert haben.

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Wir haben uns dazu entschieden, die Honigschwemme auf alle vier Völker zu verteilen. So haben sie alle zwei Rähmchen voll neben ihr Schiet bekommen, in der Hoffnung, dass sie den Honig noch umlagern, bevor es arg zu kalt wird.

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Ein befreundeter Imker hat prognostiziert, dass Mars nicht durchkommen würde, weil sie zu schwach sein. Ein paar Handvoll Bienen auf fünf Rahmen. Er riet uns, den Kasten zusätzlich zu isolieren, was wir dann auch gemacht haben. Trotzdem bangen wir um unsere Biens, denn die Varroakontrolle Anfang Oktober hat nach wie vor einen erheblichen Befall ergeben! Wir hatten 2 x mit Thymol behandelt und haben uns überlegt, diese Behandlung noch ein drittes Mal zu machen … und wenn’s ganz arg kommt, bleibt immer noch das Oxal …

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    • Isomatte & Milbenplage

      Es ist schrecklich still beim Marsvolk … *Fotos & Text von KA* Ende November 2016. Im Süden Deutschlands hält sich die Kälte zwar noch zurück, von Winter kann noch gar keine Rede sein, aber der 21.12. ist ja auch noch etwas hin. Beim Einbauen unseres Fensters – man erinnere sich: Wir haben ein Loch in die Wand unseres Dachbodens gehackt, um besser auf unser Flachdach gelangen zu können – haben wir einen kurzen Blick auf unsere Völker Mars, Venus und Mond geworfen, die ihre Nester oben auf dem Dach haben. In das Loch in der Außenwand muss natürlich noch ein Fenster rein, denn im netten Bayern kann’s so nahe an den Bergen schon auch mal zu dollen Schneeverwehungen kommen, deswegen hat sich MA heute als Fenstermonteur verdingt Das Marsvolk hat zur … weiterlesen

    • Ein schlechter Deal

      Mit Zuckerbrot und Rührstab *Fotos von MA & Text von KA* Einfüttern. Auch wir haben mächtig und überschwänglich eingefüttert dieses Jahr, obwohl wir keinen Honig entnommen haben. Nach wie vor versuchen wir, nichts falsch zu machen, und tatasächlich hatte unser stärkstes Volk, das Sonnenvolk, noch einige Kilo Honig drin, als wir sie einige Tage nach der letzten Fütterung kontrolliert haben. Wir haben uns dazu entschieden, die Honigschwemme auf alle vier Völker zu verteilen. So haben sie alle zwei Rähmchen voll neben ihr Schiet bekommen, in der Hoffnung, dass sie den Honig noch umlagern, bevor es arg zu kalt wird. Ein befreundeter Imker hat prognostiziert, dass Mars nicht durchkommen würde, weil sie zu schwach sein. Ein paar Handvoll Bienen auf fünf Rahmen. Er riet uns, den Kasten zusätzlich zu isolieren, was … weiterlesen

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      Vom Drama der Vernichtung bei Milben und Bienen *Foto & Überlegungen von KA* Seit MA und ich uns mit den Bienen befassen, haben wir beide unabhängig voneinander das Gefühl, dass es uns zuwider ist wegen der Varroa, Säuren und Gifte auf die Mädels draufzukippen. Diese Aussage ruft bestimmt im Hauptteil der Imkerschaft Reaktionen wie „Das ist unverantwortlich“ und „Ohne Behandlung gehen die Völker ein“ hervor. Ob man will oder nicht, bringt einen das Thema Varroabehandlung an den Punkt, wo emotionale/rationale Betroffenheit und das generell tot geschwiegene Gefühl der Ohnmacht und das Wissen, dass wir (als Menschen)  gewaltig was verbockt haben, aufeinandertreffen. Jede_r Imker_in muss und wird aus daraus seine/ihre eigenen Schlüsse für ihren Umgang mit den Biens ziehen. Für MA und mich hat sich schnell heraus kristallisiert, dass wir mit … weiterlesen

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      Das Sonnenvolk wurde seiner Männer beraubt. *Resumee eines Genozid von und mit KA* Heute war kein leichter Tag. Weder für mich, (KA) noch für die Bienen des Sonnevolkes. Die Varros treibt uns um – zumindest gedanklich. Wir sind Anfänger und möchten nichts verkehrt machen. Das Drohnenrähmchen ist seit mehr als zwei Durchsichten halbvoll mit Drohnen und vor zwei Tagen haben wir dann beschlossen, es nun doch – wie in der herkömmlichen Imkerei empfohlen – herauszuschneiden, um die Drohnen auf Milbenbefall hin zu untersuchen. Leute und liebe Anfänger, ich sage euch, das ist KEIN SPASS! Da mir klar war, dass ich die süßen Brutpfelgerinnen von der Platte würde herunter bekommen müssen, bin ich diesmal von vorn herein mit voller Montur zum Einsatz am Kasten angetreten. Und wie erwartet war ziemlich Pogo, … weiterlesen

 

 

Kurzmitteilung

Das Schicksal der Varroa

Vom Drama der Vernichtung bei Milben und Bienen

*Foto & Überlegungen von KA*

Seit MA und ich uns mit den Bienen befassen, haben wir beide unabhängig voneinander das Gefühl, dass es uns zuwider ist wegen der Varroa, Säuren und Gifte auf die Mädels draufzukippen. Diese Aussage ruft bestimmt im Hauptteil der Imkerschaft Reaktionen wie „Das ist unverantwortlich“ und „Ohne Behandlung gehen die Völker ein“ hervor. Ob man will oder nicht, bringt einen das Thema Varroabehandlung an den Punkt, wo emotionale/rationale Betroffenheit und das generell tot geschwiegene Gefühl der Ohnmacht und das Wissen, dass wir (als Menschen)  gewaltig was verbockt haben, aufeinandertreffen. Jede_r Imker_in muss und wird aus daraus seine/ihre eigenen Schlüsse für ihren Umgang mit den Biens ziehen.

Für MA und mich hat sich schnell heraus kristallisiert, dass wir mit der Bienenhaltung in eine Richtung gehen wollen, in der wir der Biene helfen zu lernen, sich selbstständig  sinnvoll mit der Parasitensituation auseinanderzusetzen.  Wichtig bei diesem Ansatz ist vor allem die Frage: Wie kann es sein, dass ein Jahrmillionen altes Geschöpf nicht in der Lage ist, sich an eine Veränderung seiner Umwelt anzupassen? Meint: Die Milbe.

Varroa – wirklich ein skruppeloser Parasit?

Wenn man in die Biologie schaut, sieht man überall Nutzsymbiosen, die Natur kennt weder Abfall noch Einbahnstraßen noch geplante Ausrottung. Sie ist in der Lage, jedes Ding und jede Kreatur zu einem komplexen, lebendigen Geflecht und Webwerk zusammenzufügen. Warum also scheitert sie im Fall der Bienen-Varroen-Nutzbeziehung derart? Und was ist das überhaupt für eine Formulierung?!

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Bienenbruecke – Hangelspaß statt Varroa Drama

Dazu folgender Gedankengang:

Es sind wir Menschen, welche in Kategorien wie Parasiten und Wirte denken. Die Natur setzt derlei bewertende Maßstäbe sicherlich nicht an, sie füllt ledigtlich Lücken mit Leben und verteilt Überfluss. Warum sollte sich eine kleine Spinnenart nicht von Bienenblut ernähern? Machen doch andere Insektenarten auch und in den asiatischen Regionen, wo die Milbe herkommt, funktioniert es ja auch, oder nicht? Was unweigerlich zu der Frage führt: Was haben diese Bienen was unsere nicht haben? Und: Warum kann die asiatische Biene mit der Varroa in einer lebensverträglichen Beziehung leben und unsere Bienen können es nicht?  Aus Sicht der Natur ist es komplett unsinnig, dass die sog. Parasiten ihren Wirt abtöten, da auch ihre Population damit zu Grunde geht. Oder hat mal einer eine Kollone lebender Varroen am Ende des Winters aus dem Bienenstock ausziehen sehen? Nein. Die sterben alle mit, was zeigt, dass der gesamte Mechanismus der Bienen-Varroa-Lebensbeziehung (um mal von dem Parasitengedanken wegzukommen) essentiell gestört ist. Weder die Biens haben einen Vorteil davon, am Ende des Winters tot zu sein, noch die Varroen. Warum also läuft die Natur an dieser Stelle (in Europa) in eine solche Sackgasse? Hat sie es doch in den asiatischen Ländern geschafft, diese Beziehung sinnvoll für beide Partein zu gestalten.

Leider lautet die Antwort – auch mal wieder! – in diesem Fall DER MENSCH HAT’S VERBOCKT! Vorangegangene Generationen im letzten Jahrhundert haben an den feinen genetischen Stellschrauben der europäischen Bienenrassen herumgedreht und damit das Gleichgewicht im Reigen der Natur zerstört, was – wie auch in anderen derartigen Fällen – mit steigender Wahrscheinlichkeit zum eigenen Aussterben oder zumindest zu wachsendem Elend in der eigenen Population führt.

KAMA hat basierende auf dieser Überlegung und auch in Anbetracht der zunehmenden Resistenz der Milben gegen die Säuren entschieden, einen anderen Weg einzuschlagen.
Wir möchten unsere Bienen renaturieren.
Wen dieses Thema interessiert, dem sei wärmestens die Webseite resitantbees.com empfohlen. Wir werden über unsere eigenen Ergebnisse in diesem Bereich natürlich auf unserer Hompage berichten.

  • Mehr zum Thema Varroa

    • Lebende & Tote

      Mars ist noch da! *Fotos & Text von KA* Ende Dezember 2016. Da MA und ich Weihnachten in seiner Urform feiern, sprich am 21.12., haben wir an den öffentlichen Feiertagen Zeit für andere Dinge. Da am zweiten Weihnachtsfeiertag das Wetter mitspielte und um Zenit die Bienen sehr aktiv waren, haben wir beschlossen, einen kurzen Blick bei unseren vier Völkern hineinzuwerfen und die Thymolplättchen, die wir im November hineingelegt hatten, herauszunehmen. Sehr zu unserer glückseeligen Überraschung sind die Marsianerinnen noch am Leben!!! Die Aktivitätsquote sah insgesamt bei allem Völkern am 26.12.2016 mittags in der Sonne so aus: Sonnenvolk: voll am Start, hyperaktiv und mit Nestputz unterwegs; wenig TMA Mondvolk: keine Regung vor dem Bau, die Traube recht weit unten; wenig TMA Marsvolk: keine Aktivität vor dem Bau, aber alle am Stelzeln … weiterlesen

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      Es ist schrecklich still beim Marsvolk … *Fotos & Text von KA* Ende November 2016. Im Süden Deutschlands hält sich die Kälte zwar noch zurück, von Winter kann noch gar keine Rede sein, aber der 21.12. ist ja auch noch etwas hin. Beim Einbauen unseres Fensters – man erinnere sich: Wir haben ein Loch in die Wand unseres Dachbodens gehackt, um besser auf unser Flachdach gelangen zu können – haben wir einen kurzen Blick auf unsere Völker Mars, Venus und Mond geworfen, die ihre Nester oben auf dem Dach haben. In das Loch in der Außenwand muss natürlich noch ein Fenster rein, denn im netten Bayern kann’s so nahe an den Bergen schon auch mal zu dollen Schneeverwehungen kommen, deswegen hat sich MA heute als Fenstermonteur verdingt Das Marsvolk hat zur … weiterlesen

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      Mit Zuckerbrot und Rührstab *Fotos von MA & Text von KA* Einfüttern. Auch wir haben mächtig und überschwänglich eingefüttert dieses Jahr, obwohl wir keinen Honig entnommen haben. Nach wie vor versuchen wir, nichts falsch zu machen, und tatasächlich hatte unser stärkstes Volk, das Sonnenvolk, noch einige Kilo Honig drin, als wir sie einige Tage nach der letzten Fütterung kontrolliert haben. Wir haben uns dazu entschieden, die Honigschwemme auf alle vier Völker zu verteilen. So haben sie alle zwei Rähmchen voll neben ihr Schiet bekommen, in der Hoffnung, dass sie den Honig noch umlagern, bevor es arg zu kalt wird. Ein befreundeter Imker hat prognostiziert, dass Mars nicht durchkommen würde, weil sie zu schwach sein. Ein paar Handvoll Bienen auf fünf Rahmen. Er riet uns, den Kasten zusätzlich zu isolieren, was … weiterlesen

    • Das Schicksal der Varroa

      Vom Drama der Vernichtung bei Milben und Bienen *Foto & Überlegungen von KA* Seit MA und ich uns mit den Bienen befassen, haben wir beide unabhängig voneinander das Gefühl, dass es uns zuwider ist wegen der Varroa, Säuren und Gifte auf die Mädels draufzukippen. Diese Aussage ruft bestimmt im Hauptteil der Imkerschaft Reaktionen wie „Das ist unverantwortlich“ und „Ohne Behandlung gehen die Völker ein“ hervor. Ob man will oder nicht, bringt einen das Thema Varroabehandlung an den Punkt, wo emotionale/rationale Betroffenheit und das generell tot geschwiegene Gefühl der Ohnmacht und das Wissen, dass wir (als Menschen)  gewaltig was verbockt haben, aufeinandertreffen. Jede_r Imker_in muss und wird aus daraus seine/ihre eigenen Schlüsse für ihren Umgang mit den Biens ziehen. Für MA und mich hat sich schnell heraus kristallisiert, dass wir mit … weiterlesen

    • Schlachtfeld

      Das Sonnenvolk wurde seiner Männer beraubt. *Resumee eines Genozid von und mit KA* Heute war kein leichter Tag. Weder für mich, (KA) noch für die Bienen des Sonnevolkes. Die Varros treibt uns um – zumindest gedanklich. Wir sind Anfänger und möchten nichts verkehrt machen. Das Drohnenrähmchen ist seit mehr als zwei Durchsichten halbvoll mit Drohnen und vor zwei Tagen haben wir dann beschlossen, es nun doch – wie in der herkömmlichen Imkerei empfohlen – herauszuschneiden, um die Drohnen auf Milbenbefall hin zu untersuchen. Leute und liebe Anfänger, ich sage euch, das ist KEIN SPASS! Da mir klar war, dass ich die süßen Brutpfelgerinnen von der Platte würde herunter bekommen müssen, bin ich diesmal von vorn herein mit voller Montur zum Einsatz am Kasten angetreten. Und wie erwartet war ziemlich Pogo, … weiterlesen

 

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Schlachtfeld

Das Sonnenvolk wurde seiner Männer beraubt.

*Resumee eines Genozid von und mit KA*

Heute war kein leichter Tag.
Weder für mich, (KA) noch für die Bienen des Sonnevolkes.
Die Varros treibt uns um – zumindest gedanklich. Wir sind Anfänger und möchten nichts verkehrt machen. Das Drohnenrähmchen ist seit mehr als zwei Durchsichten halbvoll mit Drohnen und vor zwei Tagen haben wir dann beschlossen, es nun doch – wie in der herkömmlichen Imkerei empfohlen – herauszuschneiden, um die Drohnen auf Milbenbefall hin zu untersuchen. Leute und liebe Anfänger, ich sage euch, das ist KEIN SPASS!

Da mir klar war, dass ich die süßen Brutpfelgerinnen von der Platte würde herunter bekommen müssen, bin ich diesmal von vorn herein mit voller Montur zum Einsatz am Kasten angetreten. Und wie erwartet war ziemlich Pogo, als ich die Mädels von ihrer Brut heruntergebürstet habe. So als Beginner ist das schon noch ein spezielles Gefühl, mitten in einer Wolke aufgebrachter Bienen zu stehen, wobei ich wirklich sagen muss, dass das Sonnevolk erstaunlich umgänglich ist. Am Ende des Eingriffs hatte ich einen Stachel im Handschuh hängen …

[ Kleine Randbemerkung: Ich werde eine Minirubrik zum Thema gute Imkerkleidung anfangen, denn da tun sich mittlerweile auch gewisse Erkenntisse über Vor- und Nachteile auf. ]

Aberr das wirklich gruselige Drama begann erst auf unserem Tisch. Normalerweise werden Drohnenplatten ja rausgeschnitten, kontrolliert und dann entsorgt. Nun verhielt es sich bei unserer Probe aber so, dass die Hälfe der Zellen mit  intakten leeren Waben und Bienen belegt war und die sind obendrein auch noch geschlüpft.

kama.bio_Schnitt_in_Drohnenbrutwabe

So sorry, mag sein, dass das jetzt der absolute Gefühlsdusel ist, aber ich hab es nicht fertig gebracht, die soeben erwachenden Bienlein mit zu schlachen. Ich bin mit einer gewissen Respektshaltung dem Leben gegenüber aufgezogen worden und dieser unsinnige Massenmord an Arbeiterinnen um Willen von Varroa-Ergebnissen ging nun nicht auf meine Kuhhaut. Ich habe daher den unteren Bereich auf dem die Drohnenzellen angelegt war, mit einem heißen Messer weggeschnitten. Nebenbei sind dann die frisch geschlüpften Babybienen auf der Platte rumgewimmelt – die hatten damit auch ne vermurkste Kindheit …

kama.bio_Bienen_beim Schluepfen

Alles in allem hat mich dieses Aktion ziemlich depremiert. Mit MA zusammen haben wir etwa ein Viertel der herunter geschnittenen Wabe nach Milben durchsucht und tatsächlich keine gefunden. So gesehen ein Grund zur Freude, aber beim Anblick des Berges toter bzw fast schon lebendiger Bieneriche wollten sich  Glücksgefühle nicht einstellen. Wir haben die armen Jungs im Anschluss an die Fische im Fluss verfüttert, so bleiben sie dem Kreislauf des Lebens zumindest als Enegiespender erhalten.

kama.bio_auf_der-Suche_nach_dem Parasit

kama.bio_Ein_Berg_dohnenlarven_zum_sterben_verurteilt

Ich möchte gerne auf eine Weise mit den Bienen arbeiten, bei der ein solches Morden nicht nötg ist. Seit heute bin ich bei resistantbees.com angemeldet. Die Götter mögen geben, dass wir es schaffen, einen sanften Weg zu finden und zu gehen, gemeinsam mit diesen wunderbaren Lebenwesen und im Sinne der Ganzheitlichkeit der Natur.

Mehr dazu in Kürze auf diesem Kanal  …

Übrigens: Wir haben einen Großteil der versigelten Brut eingefroren. Wenn man jemanden kennt, der angelt, kann der die ungeschlüpften Larven gut als Köder verwenden … so im Sinne der Nahrungskette eben …