Wir Diebe

Es geht um mehr als Honig ….

Gedankenspiel mit KA

Dass ich MA liebe, kann man sich bei aufmerksamem Lesen dieses Blogs wohl denken. Besonders intensiv wird es, wenn MA über Dinge spricht, die ihn bewegen. So auch heute …

Ich werde mit Worten nicht beschreiben können, wie tief das Empfinden geht, dass ich habe, wenn mein Gefährte darüber spricht, wie nahe es ihm geht, die Bienen zu sehen und wahrhaft nachzuempfinden, was wir – Menschen im Allgemeinen und die Imkerzunft im Speziellen – diesen erstaunlichen Lebewesen seit Jahrzehnten antun; wie wir sie im Grunde ausbeuten. (Ich spreche ganz bewusst von Jahrzehnten, weil es die industrialisierte Imkerei noch nicht so lange gibt.)

Was geschieht mit einem Menschen, der eingebunden in sein hochkomplexes und forderndes Leben nun mehr Zeuge des Lebens an sich wird, jener Essenz von Lebendigkeit, welche die Biene verkörpert. Wenn man bereit ist, sich einzulassen, mit allen Sinnen und allem Sein, dann geschieht etwas, das sich wohl am ehesten mit glückseliger Demut beschreiben lässt – Demut diesem Wesen gegenüber, das unermüdlich fleißig und ohne zu klagen, die ihr übertragene Aufgabe erfüllt.

Wie viele Bienen/Bienenvölker sterben dieser Tage, weil wir Menschen meinen, es sei nicht genug, es müsste mehr und schneller gehen (vor allem in der Landwirtschaft). Beweist denn das Bienensterben nicht schon seit Jahren, dass das Maß bereits voll ist, und dass es an der Zeit ist, zum gesunden Puls des (eigenen) Lebens zurückzufinden. Im Großen wie im Kleinen ist dies ein wichtiges Thema.

Und so beobachten wir unsere wunderschönen, emsigen Bienen, bei Regen wie bei Sonnenschein (also echt jetzt! Das Sonnenvolk ist gestern auch bei Gewitter geflogen) und wir begreifen, dass wir es sind, die sie brauchen. Nicht für den süßen Brotaufstrich, nicht für einen Löffel Honig im Tee, sondern um zu erkennen, was Menschsein ist.

Am Wesen und Dasein einer Biene können wir ablesen, wie ein friedliches Leben zum Nutzen aller aussieht, wie produktiv und nachhaltig eine gesunde Gemeinschaft bzw Gesellschaft sein kann.  Trotz unseres hundertfach größeren Gehirns gelingt es uns Menschen nicht, diesen Zustand in unseren Kollektiven herbeizuführen. Das sollte uns zu denken und zu HANDELN !!! geben.

Danke, dass ihr so unermüdlich seid. Blessed Bee.

Im gesunden Gedeihen und Wirken der Bienen sehen wir eine unserer größten Sehnsüchte erfüllt – ein Leben in Frieden, Schönheit und Gemeinsamkeit.

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