Die Expansion des Sonnenvolks

Viele viele bunte Bienen …

Das Sonnenvolk auf unserem Balkon ist am 16. Mai eingezogen, heute am 21. Mai hat MA den Honigraum oben aud den Brutraum aufgesetzt und bei der Gelegenheit einen Blick in den Kasten geworfen.

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Das kommt einem als Anfänger erst mal wie sehr sehr viele Bienen vor. Nun sind wir auf der Suche nach möglichen Gründen für diese Expansion. Beziehungsweise stellen wir uns eine Menge Fragen, die sich mangels Erfahrung auftun …

  1. Das ist ganz normal – alles neu macht der Mai?
  2. Sie sind bei guter Gesundheit und gedeihen und bauen im Sinne ihrer Gattung fleißig ihr Zuhause aus?
  3. Sie hungern, weil es derzeit nicht genügend Pflanzen gibt, die in Blüte stehen, und sitzen deshalb alle in ihrem Nest?
  4. Ist das womöglich ein Anzeichen, dass sie bald schwärmen wollen?

Aufschlussreiche Antworten in Kürze auf diesem Sender! 

Nach einem ausführlichen Gespräch mit Adelheid vom Schleiferhof hat sich folgendes herausgestellt:

Die Honigwaben, die noch im Brutraum hängen, müssen nach oben in den Honigraum und die Weiselzellen – in denen werden Königinnen heran gepeppelt – müssen entfernt werden. Zu gut deutsch: die ungeborenen, noch im Werden begriffenen Königinnen müssen getötet werden.

Wahrscheinlich ist das so ein typisches Anfängerding …. aber ich finde diese Methode martialisch. Womöglich stumpft man mir der Zeit gegen dieses Vorgehen ab – Ungeborene zu töten – vllt aber auch nicht …  und vllt muss das einfach sein ?! …

Wir werden diese Fährte weiter verfolgen, denn so wie sich die Dinge mir bislang darstellen, gibt es ein Imkern im Sinne der effizienten Honiggewinnung und neben diesem Hauptweg verläuft ein schmaler Pfad, der sich mit der Biene, ihrem Schwarm und dessen natürlichem Gedeihen befasst.

Bestimmt wird es lehrreich sein, auf beiden Wegen zu gehen und sie ggf eines Tages zusammenzuführen, auf der Suche nach einer Frage auf die Antwort, ob man um den strategischen Königinnenmord irgendwie herumkommen kann.

Es bleibt spannend.

INTERESSANT: In den Kreisen der Imker wird gesagt, dass die Honigbiene, besonders jene Arten, die zu Honiggewinnung hauptsächlich herangenommen werden (Carnica & Buckfast), ohne den Menschen heute nicht mehr überlebensfähig wären aufgrund der hohen Belastungen, von denen ein Bienenleben dieser Tage betroffen ist – Chemie auf Monokulturfeldern, kaum noch Nistplätze, eingeschleppte Parasiten etc. Was einst eine freiwillige Symbiose war, ist somit zu einer Art Zwangsehe geworden. (Wo ist eigentlich das „Sapiens“ beim Homo Sapiens geblieben???)

 

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