Isomatte & Milbenplage

Es ist schrecklich still beim Marsvolk …

*Fotos & Text von KA*

Ende November 2016.
Im Süden Deutschlands hält sich die Kälte zwar noch zurück, von Winter kann noch gar keine Rede sein, aber der 21.12. ist ja auch noch etwas hin. Beim Einbauen unseres Fensters – man erinnere sich: Wir haben ein Loch in die Wand unseres Dachbodens gehackt, um besser auf unser Flachdach gelangen zu können – haben wir einen kurzen Blick auf unsere Völker Mars, Venus und Mond geworfen, die ihre Nester oben auf dem Dach haben. In das Loch in der Außenwand muss natürlich noch ein Fenster rein, denn im netten Bayern kann’s so nahe an den Bergen schon auch mal zu dollen Schneeverwehungen kommen, deswegen hat sich MA heute als Fenstermonteur verdingt

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Das Marsvolk hat zur besseren Isolation von uns im Oktober eine Isomatte umgebunden bekommen, auch den leeren Bereich im Brutkasten hinter dem Schiet haben wir zusätzlich isoliert. Der Eingang war bis auf ein winziges Flugloch praktisch verbarrikadiert.

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Leider zeigt sich dennoch ein recht grausiges Bild bei der kurzen Von-Außen-Kontrolle. Viele tote Bienen liegen am Flugloch, auch beim näheren Hinhören ist nicht das vertraute Brummen der Bienentraube zu hören ….
Weder sieht das vertrauenserweckend aus noch lässt dieser Anblick hoffen, dass die Marsianerinnen den Winter überstehen werden.

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Eine Möglichkeit, um ein solches Unheil abzuwenden, ist es, das Volk im Spätsommer mit einem anderen zu verschmelzen, um die Bienenmasse für den Winter zu erhöhen. Für uns war dieser Tipp zu spät gekommen, ob die besseren Isolation reichen wird für Mars‘ Überleben, werden wir erst im Frühjahr sehen …

  • Aktuelles vom Marsvolk

    • tote BienenIrren ist ja so menschlich …

      Von Frühjahrsraubzügen und Totengräbern *Fotos & Nachruf  von KA* Nachdem wir vor wenigen Tagen voll Freude den Beginn des Bienenjahr 2017 gefeiert haben, so drängt sich nach der gesterigen Durchsicht doch für den Moment eher der Beginn eines notwendigen Begreifensprozesses auf, denn in zwei Kästen finden wir nur tote Bienen. Schwer zu beantworten, ob das immer so war, und was genau sich Mutter Natur dabei gedacht … weiterlesen

    • Bienen in der Frühjahrssonne

      Wir Party – Ihr Putzen! *Fotos & Text  & Erleichterung von KA* Mitte Februar 2017 und alle vier KAMA-VÖLKER sind am Leben!!!! JUCHUUUUU! Unsere Erleichterung ist maßlos. Vorallem die Marsianerinnen haben uns Sorge bereitet, weil sie im Herbst so klein waren, zudem ist ihre Königin, Somana, eine Herbstkönigin und hat möglicherweise nicht mehr genug Drohnen zur Paarung abbekommen, weil es schon recht spät im Jahr war. … weiterlesen

    • Lebende & Tote

      Mars ist noch da! *Fotos & Text von KA* Ende Dezember 2016. Da MA und ich Weihnachten in seiner Urform feiern, sprich am 21.12., haben wir an den öffentlichen Feiertagen Zeit für andere Dinge. Da am zweiten Weihnachtsfeiertag das Wetter mitspielte und um Zenit die Bienen sehr aktiv waren, haben wir beschlossen, einen kurzen Blick bei unseren vier Völkern hineinzuwerfen und die Thymolplättchen, die wir im … weiterlesen

Die drei anderen Völker haben zudem seit ca. 3 Wochen Thymol drin, da der TMA – Tote Milben Abfall – im Oktober immer noch so hoch war. Bei Sonne, Mars und Venus waren schon gut Milben auf dem Gmüll, aber richtig schlimm war es bei Mond, da lagen obendrein auch noch unzählige Flügel herum … ?! Hä? Was ist das für ein Phänomen? Das bedarf wohl einiger Nachfforschung. Zumindest vernimmt man mit dem Ohr am Kasten das vertraute Brummen des Schwarms, was zumindest annehmen lässt, dass sie in der Mehrheit noch am Leben sind.

Es bleibt dennoch spannend …

Interessant: Bienen füttern einander ständig gegenseitig. Eine Biene, die beim Futter war, teilt dieses unter ihren anderen Schwestern auf, während sie herum krabbelt. Das hat zur Folge, dass Bienen auf einen Schlag gemeinsam verhungern, wenn das Futter ausgeht – das nenn ich mal selbstlosen Kommunismus!

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    • Lebende & Tote

      Mars ist noch da! *Fotos & Text von KA* Ende Dezember 2016. Da MA und ich Weihnachten in seiner Urform feiern, sprich am 21.12., haben wir an den öffentlichen Feiertagen Zeit für andere Dinge. Da am zweiten Weihnachtsfeiertag das Wetter mitspielte und um Zenit die Bienen sehr aktiv waren, haben wir beschlossen, einen kurzen Blick bei unseren vier Völkern hineinzuwerfen und die Thymolplättchen, die wir im November hineingelegt hatten, herauszunehmen. Sehr zu unserer glückseeligen Überraschung sind die Marsianerinnen noch am Leben!!! Die Aktivitätsquote sah insgesamt bei allem Völkern am 26.12.2016 mittags in der Sonne so aus: Sonnenvolk: voll am Start, hyperaktiv und mit Nestputz unterwegs; wenig TMA Mondvolk: keine Regung vor dem Bau, die Traube recht weit unten; wenig TMA Marsvolk: keine Aktivität vor dem Bau, aber alle am Stelzeln … weiterlesen

    • Ein schlechter Deal

      Mit Zuckerbrot und Rührstab *Fotos von MA & Text von KA* Einfüttern. Auch wir haben mächtig und überschwänglich eingefüttert dieses Jahr, obwohl wir keinen Honig entnommen haben. Nach wie vor versuchen wir, nichts falsch zu machen, und tatasächlich hatte unser stärkstes Volk, das Sonnenvolk, noch einige Kilo Honig drin, als wir sie einige Tage nach der letzten Fütterung kontrolliert haben. Wir haben uns dazu entschieden, die Honigschwemme auf alle vier Völker zu verteilen. So haben sie alle zwei Rähmchen voll neben ihr Schiet bekommen, in der Hoffnung, dass sie den Honig noch umlagern, bevor es arg zu kalt wird. Ein befreundeter Imker hat prognostiziert, dass Mars nicht durchkommen würde, weil sie zu schwach sein. Ein paar Handvoll Bienen auf fünf Rahmen. Er riet uns, den Kasten zusätzlich zu isolieren, was … weiterlesen

    • Das Schicksal der Varroa

      Vom Drama der Vernichtung bei Milben und Bienen *Foto & Überlegungen von KA* Seit MA und ich uns mit den Bienen befassen, haben wir beide unabhängig voneinander das Gefühl, dass es uns zuwider ist wegen der Varroa, Säuren und Gifte auf die Mädels draufzukippen. Diese Aussage ruft bestimmt im Hauptteil der Imkerschaft Reaktionen wie „Das ist unverantwortlich“ und „Ohne Behandlung gehen die Völker ein“ hervor. Ob man will oder nicht, bringt einen das Thema Varroabehandlung an den Punkt, wo emotionale/rationale Betroffenheit und das generell tot geschwiegene Gefühl der Ohnmacht und das Wissen, dass wir (als Menschen)  gewaltig was verbockt haben, aufeinandertreffen. Jede_r Imker_in muss und wird aus daraus seine/ihre eigenen Schlüsse für ihren Umgang mit den Biens ziehen. Für MA und mich hat sich schnell heraus kristallisiert, dass wir mit … weiterlesen

    • Schlachtfeld

      Das Sonnenvolk wurde seiner Männer beraubt. *Resumee eines Genozid von und mit KA* Heute war kein leichter Tag. Weder für mich, (KA) noch für die Bienen des Sonnevolkes. Die Varros treibt uns um – zumindest gedanklich. Wir sind Anfänger und möchten nichts verkehrt machen. Das Drohnenrähmchen ist seit mehr als zwei Durchsichten halbvoll mit Drohnen und vor zwei Tagen haben wir dann beschlossen, es nun doch – wie in der herkömmlichen Imkerei empfohlen – herauszuschneiden, um die Drohnen auf Milbenbefall hin zu untersuchen. Leute und liebe Anfänger, ich sage euch, das ist KEIN SPASS! Da mir klar war, dass ich die süßen Brutpfelgerinnen von der Platte würde herunter bekommen müssen, bin ich diesmal von vorn herein mit voller Montur zum Einsatz am Kasten angetreten. Und wie erwartet war ziemlich Pogo, … weiterlesen

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