Königin Phoebe und ihre Stifte

Wie viele Narren hält ein Bienenhofstaat aus?

*Text & Einsichten von KA, Fotos von MA*

An einem wunderschönen sonnigen Tag Mitte Juni beschlossen wir – MA und KA – nachzuschauen, ob das Umweiseln der  beiden Völker Venus und Phoenix gelungen war, die aus unerfindlichen Gründen ihre Königinnen verloren hatten. Nachdem wir rund 2,5 Wochen zuvor zwei junge, vitale Königinnen – Phoebe und Venija – zugesetzt hatten, schien es uns ein guter Zeitpunkt, um die Ergebnisse dieses nicht ganz risikolosen Unterfangens zu untersuchen. Umweiseln machen die Bienen für gewöhnlich nur dann, wenn eine alte Königin nicht mehr fähig ist, genügend Eier zu legen und das Wohl des Volkes auf dem Spiel steht.
Als Imker und Bienenhalter greifen wir mittels Umweiseln im Grunde in den natürlichen Sterbe- bzw. Auflösungsprozess eines Bienenvolkes ein, der ohne eine Königin oder genügend Brut zum Nachziehen einer solchen natürlicherweise zu Grunde gehen würde.

Und wie so manches Mal wurde auch diese Durchsicht nach dem Umweiseln zu einem unentbehrlichen Lehrstück.

Nachdem das Einsetzen der Damen noch recht gut geklappt hatte, standen wir rund 17 Tage später vor demselben Problem wie an jenem Tag vor über vier Wochen als wir den Verlust der beiden Königinnen bemerkt hatten.
Weder bei Phönix noch bei Venus konnten wir Brut feststellen. Zudem waren sehr wenige Bienen auf den Waben, dass es fast den Anschein hatte, als wären sie allesamt eben ausgezogen.
Was also tun?
Da Venus über erhebliche Vorräte verfügte, beschlossen wir, ihnen noch eine weitere Chance zu geben, indem wir ihnen eine Wabe voll mit frischer Brut hineinhängten. Wenn sie eine zugesetzte Königin nicht akzeptiert haben, womöglich wäre es ihnen ja dann genehm, sich selbst eine nachzuziehen?
Der Verlauf dieser Unternehmung bleibt wieder abzuwarten ….

Getrieben von unseren Erfahrungen aus dem letzten Jahr mit dem Marsvolk, das sehr klein gewesen war und aufgrund des langen Winters erfroren war und das wir besser hätten auflösen sollen, als noch Zeit gewesen war, entschieden wir uns, diesen Fehler beim Phoenix Volk nicht zu wiederholen, da auch sie klein, schwach und weisellos im Grunde keine Chance hatten, weiter zu bestehen.
Als wir jedoch schon dabei waren, die Bienen von Phoenix zu Venus dazuzukippen, bemerkte KA plötzlich, dass auf einer der Waben ein Bienlein schlüpfte und schaute daher noch mal  genauer hin ….

Ein Stift – ein frisch gelegtes Bienenei – ist winzig

Doch sie sind da, eine Wabe voll mit Eiern – ergo es muss eine Königin im Volk sein. Fraglich ob sie das nach dem ganzen Theater immer noch ist, aber sofern Phoebe nichts zugestoßen ist durch den Einsatz ihrer beiden ahnungslosen Hofnarren, die sich da Imker nennen, hat Phoenix natürlich eine reale Chance, sich zu stabilisieren. Natürlich haben wir sofort den Bau wieder hergestellt. Einzig zu unserer Entschuldigung anzubringen ist wohl der Umstand, dass kleine, weiße Eier in weißen Plastikzellen wirklich verdammt schwer zu erkennen sind, ansonsten hoffen wir nun inständig, dass Phönix diesen schrecklichen Eingriff verkraftet.

Der Lebenswille von Bienenvölkern ist zwar herausragend, aber Wille ist eben leider auch nicht alles …

 

Bienen Experiment Kleinzüchtung

Das Bienen Experiment – bee reloaded

Bienen Boot Camp – klein aber oho!

*Fotos & Erläuterungen von KA*

Normalerweise würde mich ein Bild wie das unterige unglaublich erschüttern. Ich (und MA wohl auch) halte Plastik für eines der größten Übel unserer Zeit und neben der Atomkraft mit Abstand für den größten lebensfeindlichen Unsinn, den die Menschheit seit Anbeginn ihres Bestehens verzapft hat.
Wir selbst versuchen Plastik zu vermeiden, wo es nur geht, und zurecht ploppt natürlich die Frage auf, warum muten wir unseren Bienen diese grauseligen Plastikwaben zu?!

Bienen Experiment Kleinzüchtung

Bienen Experiment zur Kleinzüchtung mit Plastikwaben

Die Erklärung lautet: Bienen Experiment!

Im Jahr 2016 sind wir im Zuge der nicht umschiffbaren Varroa-Problematik auf eine Reihe verschiedener interessanter Ansätze gestoßen. Einer davon behandelt das Thema der „Kleinzüchtung“ nach Ed und Dee Lusby in den USA. Die beiden Vollblut-Berufsimker sind vor vielen Jahren bereits zu einer erstaunlichen Erkenntnis gelangt – mittels Wälzen alter Imkerliteratur – die besagt, dass Bienen bis in die Fünfziger Jahre kleiner waren als heutzutage.
Hintergrund für die damals beginnende Vergrößerung der Tiere war die menschliche Gier, die angespornt von der Idee „größere Biene = mehr Honig = mehr Geld“ alles daran setzte, dass  „Wirtschaftsbienen“ größer gezüchtet wurden.

Nun zeichnet sich der Mensch im Laufe seines Wirkens auf diesem wunderschönen Planeten nicht eben durch intelligente Mäßigkeit oder langfristiges Denken aus (die wenigen, bei denen es sich so verhält, mögen mir die Pausschalisierung verzeihen) und so war es auch im Fall der Umzüchtung der Honigbiene nur eine Frage der Zeit, bis dieser Pfusch an der unübertroffenen Weisheit der Natur uns unangenehm um die Ohren knallen würde.
Dies geschah – wie die Imkerschaft nur zu gut weiß – mit dem Einschleppen und der Ausbreitung der Varroamilbe nach Europa in den Achziger Jahren, die seit dem suksessive die Bienenpopulationen bedrängt und der der Mensch bislang nichts besseres als chemische Kampfmittel entgegenzusetzen weiß …

In Asien – woher der so genannte Parasit stammt – können die Bienenvölker mit ihm umgehen. Dass die Chinesen trotzdem ihre Blütenbäume mittlerweile per Hand und Ohrstäbchen bestäuben, liegt am übermäßigen und nicht reflektierten Einsatz von hochgiftigen Spritzmitteln in der Landwirtschaft (Ein anderes jener Gier-Kurzdenk-Probleme, das der Mensch geschafften hat, und das an anderer Stelle näher thematisiert werden soll.)
Den Lusby-Imkern zufolge ist die Resistenz der asiatischen Bienen jedenfalls darauf zurückzuführen, dass die Bienen dort noch in ihrer eigentlichen kleineren Größe vorhanden sind, die laut Untersuchungen erstaunliche Auswirkungen auf den gesamten Bien hat. Der Größenunterschied spielt sich im Bereich von zehntel Millimetern ab, aber ähnlich wie bei Hormonen haben kleine Dinge eben oft ganz große Wirkung.

Die Lusby-Logig in Kurzfassung: Aus kleineren Zellen schlüpfen kleinere Bienen, kleinere Zellen ermöglichst mehr Zellen auf einer Wabe = mehr Bienenmasse = mehr Bienen zur Verfügung für Hygiene = Beseitigung von Varroa! Kleinere Bienen sind einen Tag kürzer verdeckelt: weniger Deckel = weniger reife Varroa sowie längere Lebensdauer der Bienen.
Durch die u.a. dadurch gestiegene Bienenmasse und die die dadurch höhere Dichte des Biens verändern sich auch Parameter wie die Nestwärme, ein weiterer wesentlicher Faktor für die Bienengesundheit und die gesamte Vitalität des Stammes.  Wen dieses Thema in ausführlicher Tiefe interessiert, der lese bitte bei resitantbees nach

Bezüglich des Hygieneverhaltens, dem Grooming, haben wir neulich auch erfahren, dass diese Eigenschaft ebenfalls den sinnfreien Zuchtbestrebungen der letzten sechzig Jahre anheim gefallen ist. Alles war drauf ausgelegt, Bienen zu züchten, die MEHR HONIG PRODUZIEREN.
Geschaffen haben wir hilflose Arbeitssklaven, die wir jetzt mit viel Zeit und Aufwand am Leben erhalten müssen …

Was hat das nun alles mit den Plastikwaben zu tun?

Fast ein Jahrhunder Um- und Dummzüchtung geht natürlich nicht spurlos vorüber. Man kann nicht hergehen uns sagen: „Sorry Biens! War leider ned so klug, was wir da gemacht haben. Von jetzt an macht’s ihr das besser wieder selbst … viel Erfolg!“
Die Mehrheit der Bienen baut trotz gutem Zuspruch „große“ Zellen, selbst im Wildbau – das größer-besser-reicher-Programm ist demnach nachhaltig drin! Nachdem wir Menschen ihnen damit gehörig ins Handwerk gepuscht haben in den letzten Jahrzehnten, ist es MA und mir nun ein Anliegen, ihnen zu helfen, sich wieder selbst zu helfen – deswegen ist Phönix unser erstes Volk, das unser Klein-Zellen-Boot-Camp besucht.

Die Zellen der Plastikwaben im frisch angelaufenen Bienen Experiment, entsprechen im Innenmaß 4,9 mm, jener magischen Schwelle unterhalb derer „klein“ beginnt. Zum Vergleich unsere Bienen bauen aktuell alle 5,5 mm. Das ist 0,6 mm größer als es die Natur einst vorgesehen hatte. Auf uns übertragen würde das bedeuten, dass wir alle im Schnitt 10 % größer wären. Das mag einem als 1,60-m-Mensch nicht so drastisch vorkommen, aber in Bereichen ab 1,75 m sind die Auswirkungen nicht zu unterschätzen – man braucht längere Bettwäsche, stößt sich vermehrt den Kopf, Klamotten sind in der normalen Konfektion zu kurz etc …

Der Zaubertrick im Bienen Experiment besteht nun darin, einen jungen Schwarm  – in unserem Fall Phönix – auf den kleinen vorgefertigten Plastikzellen ihr Volk und ihr Nest aufbauen zu lassen, denn es hat sich gezeigt, dass Bienen, die aus kleinen Zellen geschlüpft sind, diese auch bauen können.
Sollte diese Fähigkeit sich stabil und gut entwickeln müssten alle Ableger und Nachkommen dazu in der Lage sein, das kleine Maß in Wachs zu reproduzieren. Das genau streben wir an.

Natürlich ist uns bewusst, dass Menschen dazu neigen, sich in ihre eigenen Ideologien hineinzusteigern und sich darin geistig zu verbarrikadieren, was dann zur Folge hat, das wahre wissenschaftliche Logig (nicht der aktuelle Lobbybetrieb unserer Mainstreamwissenschaft) und sachdienliche Gegenargumente  an den mächtigen Sicherungsmechanismen selbst geschaffener und sich erhaltender Realität abprallen, während sich hinter diesen Mauern das Monster des Dogmas mehr und mehr in den Gehirnwindungen ausbreitet. Sicherlich war auch diese Eigenschaft grundsätzlich als gut und nützlich von der Natur geplant gewesen, derzeit kommt sie leider dennoch allzu oft als Behinderung daher.

Wir versuchen deshalb in unserem Bienen Experiment, die Lusby-Klein-Zellen-Theorie auf Herz und Nieren zu untersuchen, natürlich auch getrieben von der Hoffnung, dass sie eine brauchbare Lösung für das Milbendebakel eröffnet. Ob dem wirklich so ist, werden wir in aller Ehrlichkeit im der Kategorie BIENEN EXPERIMENT behandeln und darstellen.

 

randvoll Honig

Wo Milch und Honig fließen

Randvoll Honig – vom Überquellen eines Bienenstocks

*Text & Fotos von KA*

In Erwerbsimkerfachkreisen würde man wohl den Begriff „schlampig“ oder „verantwortungslos“ benutzen, wenn man im Frühjahr von einer Durchsicht zur nächsten sechs Wochen versteichen lässt. Nur zu gut erinneren wir uns an unseren tobenden Imkereimeister bei der Grundausbildung, wenn die Azubis ihren regelmäßigen Durchsichtspflichen nicht nachgekommen waren. Wir beide sehen das nicht so eng.
Als Sonne Anfang Mai geschwärmt war, wollten wir die Zurückgebliebenen einfach nicht nerven und ließen ihnen daher viel Zeit, um sich mit ihrer neuen Königin Solvina einzuschwingen.

Daher war es auch eine kleine und vorallem klebrige Überraschung, als wir ihr Nest drei Wochen später öffneten und es mit Honig und Bienen vollgestopft vorfanden – überraschend, weil wir nicht damit gerechnet hatten, dass sich Solaris derart schnell vom Schwund Muttervolks Sonne erholen würde.
Randvoll Honig – Welche eine Potenz und Lebenskraft, bleibt einem da nur festzustellen.

randvoll - Honig im Überfluss

Solaris Nest randvoll Honig, links die Wildbautraube

Die Bude war im rahmenlosen Bereich natürlich voll mit Wildbau, den wir uns entschlossen zu entfernen – Halleluja! Es krachte und spritzte, rund zwei Hand voll Bienen starben den süßen Ertrinkenstot im Wabenbehälter
Dafür herrscht nun aber wieder etwas Ordnung in Balkonheim, dem Sitz der unverwüstlichen Sonnenbienen, und wir haben uns natürlich bemüht, so viele von ihnen wie möglich zu retten, indem wir sie mit Stäbchen, an denen sie sich gut festhalten konnten, abgesammelt und vor die Tür ihres Palastes gesetzt haben, wo sie lasiert mit süßem Gold von ihren Schwestern sauber geschleckt wurden.

Honig fließt über das Anflugbrett

Der Honig fließt nach Entfernen des Wildbaus aus dem Kasten und wird zur Bienentränke

Wildbauwaben mit Bienen und Honig

Wildbauwaben mit honigverklebten Bienen drauf – der süße Tod schleicht heran …

Erstaunlich war, wie lange die Bienen es ausgehalten haben im Honig ohne zu ersticken. Das Absammeln hat mit Sicherheit eine dreiviertel Stunde gedauert und es waren zum Ende hin immer noch überraschend viele lebendig und haben rumgezappelt. Ne kluge Sache war das trotzdem nicht, wir hätten sie einrauchen sollten, damit sie die Wabe verlassen, ehe wir sie runterschneiden … naja ein paar Fehler muss wohl auch Solaris über sich ergehen lassen.

 

Bienenwanderung von oben

Bienenwanderung

Aus der Thermobox ins gelobte Nest

*Video, Fotosund Text von KA*

Nachdem wir am 30. April 2017 das geschwärmte Sonnenvolk in einer Thermokiste eingefangen und diese komplett ins neue Nest gestellt hatten, damit das Volk auf die Waben umsiedeln kann, kam nun der Tag, da die Kiste wieder herausgenommen werden musste. Die darauf noch ansässigen Bienen begannen recht schnell in einer Kolonne ihre Bienenwanderung ins gelobte Nest …

NORMALERWEISE sollte man zusehen, dass man beim Einfangen des Scharms einfach die neue Behausung benutzt, was uns wie bereits erwähnt umständlich erschien, weswegen wir uns für den Transport in der Thermokiste entschieden hatten.
Für weniger experimentelle Fremdnutzungsansätze beim Einfangen eines Schwarms eignet sich natürlich auch eine Schwarmfangkiste, die man sogar mit etwas handwerklichem Geschick selbt bauen kann.

Die Benutzung einer solchen hätte uns allerdings keine wunderbar süße Bienenwanderung beschert, wie wir sie kurz nach Abstellen des Thermobox vor dem neuen Nistkasten beobachten konnten.

Bienenwanderung

Der Auszug aus Ägypten … äh … Moment, die Juden sind ja vor dem König geflohen. Das Sonnenvolk jedoch strebt zu seiner Königin zurück. Worauf mag dieses grundsätzlich verschiedene Verhalten wohl zurückzuführen sein?
Auf die Anzahl der Beine? Das Geschlecht ihrer Majestät? Oder das Vorhandensein von Geistesstrukuren, die dogmatisches, machtorientiertes und spalterisches Denken befördern …?
Und da wir gerade dabei sind – was sagt den die Kirche dazu?
Interessanterweise habe ich diese nette Abhandlung entdeckt, die Aufschluss über Bienen in der Bibel und ihren Stellenwert im religiösen Denken und Handeln gibt … man ist geneigt zu Staunen. Wobei ich schon finde, dass Gott dahingehend echt geschlampt hat!
Warum lautet nicht eines der Gebote: Du sollst die Biene schützen?!

Wäre doch interessant zu sehen, was global geschähe, wenn Melifera einen starken Schutzpatron wie die Katholische Kirche hätte und vor jeder Heiligenfigur auf dem Halbrund des Vatikanvorplatzes eine große Bienenkiste stünde ….

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Unser größter Schwarm :)

Die Geburt des Solaris-Volkes Ende April 2017

*Fotos von urheberrechtsentspannten Freunden & Schwarm Geburtsanzeige von KA*

Man mag es nicht glauben, an einem Donnerstag Ende April schauen wir morgens aus dem Fenster und sehen – Schnee. Allerdings nicht diesen Möchtegern-Matscheflocken-Schlabber-Schnee sondern 10 Zentimeter weißen super Originalschnee! Keiner hatte angenommen, dass nach der  April-April-Nummer sich der tradierte Wankelwettermonat noch mal so ein Schlussdebüt erlauben würde … aber er tat es.
Wir alle sahen schon unser geplantes Beltanefest in Schneewehen und Frost versinken, als es am Nachmittag desselben Tages zu Regnen begann und die weiße Pracht dank geneigter Wassergötter bis zum nächsten Tag weggespült war.
Das war dann nun ein Frühlingsfest mit buchstäblichem Lichtschaltereffekt – klick klack: aus dem Schnee ins pralle Leben. Für unsere Bienen war es natürlich ein mittelschwerer Gau, dass plötzlich sämtliche Frühblüten erfroren waren …

Unberirrt, die Summsen!

Doch auch das Wetterextrem hielt das Sonnenvolk – allen voran ihre Majestät Königin Sonija – nicht davon ab, in die Welt hinaus zu ziehen, und so schwirrte am 30. April pünktlich zum Maibeginn ein großer Schwarm honigrunder Bienen von unserem Balkon fort und freundlicherweise in den Hollabaum neben einem Schuppen gegenüber.
Wir danken euch dafür! Sonija hätte sich schließlich auch die 20-Meter-Birke oder 23-Meter-Kastanie daneben aussuchen können, aber sie bevorzugte die Holla, und zudem eine für uns äußerst angenehme Arbeitshöhe, was die schöne Nebenwirkung hat, dass man den Baum durch Astabsägen oder sonstige Manöver nicht verletzen muss.

Willkommen SOLARIS! Vom Schwarm zum Volk

Kürzlich haben wir noch den Verlust von MOND und MARS betrauert, heute jubeln wir über die Geburt von Solaris, das im Nest verbliebene Sonnenvolk. Da Sonija, die König des Sonnesvolkes mit ihm gezogen ist, behält es natürlich seinen Namen, bekommt aber einen nigelnagel frischen Nistkasten. Im Sinne von Stamm und Tradition haben wir beschlossen, alle Schwärme des Sonnenvolkes mit Sonnennamen in verschiedenen Sprachen zu benennen, und die von Venus ebenso. Das wird noch spannend werden, herauszufinden, ob es andere Bezeichnungen für die Göttin der Schönheit und Liebe gibt, und falls nicht, werden wir wohl kreativ werden müssen und uns Namen wie Venusa und Venedig einfallen lassen
Solaris Königin bekommt jedenfalls den Namen Sunila.

Und wieder die Anfänger!

Nun war es schon so einfach mit dem Schuppendach und trotzdem haben wir die Einsammelaktion zu gewissen Teilen verzapft. In Ermangelung an praktikablen Nistbehältnissen (eine Dadant-Beute ist einfach schrecklich einzelteilig, unhandlich und damit unpraktisch, zumindest wenn man den Bien darin eine schmale Hühnertreppe zum Dach hochtragen muss) haben wir uns schließlich für eine Isolierkiste unseres Biolieferservices entschieden. Die hat ein gutes Format, Griffe und einen verschließbaren Deckel.

Da die Bienentraube in ihrem Gaga-Schwärmdelirium bereits auf das Dach gefallen war, bestand die erste Herausforderung darin, Sonija im Schwarm zu finden und sie dann mit möglichst vielen Bienen in die Kiste zu befördern. Gesegnet sein unsere Imkerkollegen, die der Guten einst einen blauen Punkt verpasst haben, damit konnten wir sie schnell im Gewimmel entdecken. Mit den Händen haben wir erst sie und dann Händeweise Bienen in die Kiste geschaufelt – WAS FÜR EIN ERGREIFENDES GEFÜHL – und den Deckel einen Spalt offen stehen lassen, damit der Rest noch hinterher wandern kann.

Aliens fangen einen Schwarm

In Raumfahrermontur und mit Thermokiste auf Schwarmfang

Die recht kühle Nacht hat dann den Rest besorgt und am nächsten Morgen in aller Fraugöttinenfrühe mussten wir den Deckel einfach nur noch zumachen und das Sonnenvolk hinauf zu seinem neuen Wohnort auf dem Flachdach bringen. Nun klebten die zwei Kilo Bienen aber hauptsächlich als Traube am Deckel und bedeckten in einer wabernden Schicht sämtliche Innenwände, was zwar herzzerreißend kuschlig anmutet, aber natürlich dem Umzug nicht sonderlich dienlich ist.
Wir sind solche Memmen-Umzugshelfer und hatten keine Muße die Bienen morgens in der Kälte aus der schicken warmen Kiste rauszuschlagen und rauszufegen. Und der DIN-Norm sei Dank passte die graue Thermokiste genau neben die vier Waben in den Dadant-Kasten.
KA hat also in einem Akt zenistischer Fokussierung die Bienen vom Deckel in die Kiste geschlagen und MA hat schlicht und ergreifend das Dach draufgemacht, ehe überhaupt eine von den Ladies sich in einem aufgebrachten Flugmanöver ereifern konnte.
Ein paar besonders Anhaftende waren auf dem Deckel verblieben, die haben wir dann kurzum vor den Eingang gekehrt, wo sie eine Weile als Träubchen zusammenkauerten und gegen Mittag bereits dann in den neuen Bau eingezogen waren.

Nun sind wir gespannt, ob wir und unser Biohändler die Thermokiste je wieder bekommen wird
Es bleibt demnach wie immer spannend …

Auf bald

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Bienchen & Blümchen Aufklärung
Video

APRIL, der macht gar was er will …

April April! Das ist kein Pollenflausch sondern Schnee

*Fotos & April April Text von KA*

Kurz nach Ostara brach der Winter erneut über den Süden Deutschlands herein. Am 18. April kamen beim Blick aus dem Fenster wahrlich eiszeitliche Gefühle auf. Riesiege Schneeflocken treiben über den Balkon und man meint, die jungen Blättter an den Pflanzen zittern zu hören.
Das Haus ohne gefütterte Schuhe und dreifache Isolierung des Oberkörpers zu verlassen grenzt an Tollkühnheit, die postwendend mit Verkühlung und Triefnase entlohnt wird.

Schneesturm & Nestputz

Die Bienen als unverwegene Arbeiterinnen nutzen die frostnahen Temperaturen und räumen kräftig ihr Nest aus. Dabei kommen auch ein paar Drohnen zum Vorschein. Ob sie die wohl als Männerkuschel über den Winter geschmuggelt haben?
Wahrscheinlicher ist, dass es sich um die erste Männerbrut dieses Jahres handelt, die nun aufgrund der rauen Bedingungen zum Teil im Larvenstadium entsorgt wurde.
Wie war das noch – Frauen und Kinder zuerst?!
Von wegen sanfte Honigbiene …

Nein, es ist kein Kokain und auch kein Puderzucker, den wir auf unsere emsigen Bienen werfen. Was da von oben herunterkommt ist tatsächlich SCHNEE.
Trotz Klimawandel hält sich der April strikt an seine Launenhaftigkeit und beschert uns seit Ostara jenes unbeschreibliche Wetter sibirischer Güte. Angesichts dieser Zustände mag man den Parolen vom Klimawandelt nicht wirklich Glauben schenken.
Die Sammelbienen des Sonnenvolks geben sich sowohl von Klimapolitik als auch von Wetterzuständen unbeeindruckt. Ihre Art existiert schon um eineiges länger auf diesem Planeten als Homo Sapiens Urbanis und hat noch jede Eiszeit und jeden Hitzegau überlebt. Anpassung ist alles. Bei all zu argen eisigen Verwehungen betreiben sie Hausputz, und bahnen sich ansonsten tapfer ihren Weg zwischen den Flocken hindurch …

Bienen auf Heroin

Das Ende von Zucker, Brot und Peitsche

*Fotos & Gedanken von KA*

Vor zwei Wochen haben wir uns von unseren Völkern Mond und Mars verabschieden müssen, da sie den Winter nicht überlebt haben. Im Folgenden standen einige Aufräumarbeiten an. Beim Ausleeren der verlassenen Nestkisten ist uns aufgefallen, dass sie noch Pollen- und Honigvorräte enthielten. Diese haben wir so weit es ging entnommen. Inwieweit es sich dabei um eingelagerten Zucker handelt, ist schwer festzustellen.
Wie es im Leben oft so geht, hatten wir am selben Tag ein Treffen mit einer bekannten Imkerin, die bei uns am Hof die Betreuung eines Bienenprojekts übernehmen wird, das vom Amperhof und Melifera e.V. gemeinsam initiiert wurde.
Während ich also abends in unserer Küche stehe und leicht melancholisch angehaucht im Sinne „die Arbeit unserer Bienen soll nicht umsonst gewesen sein“ das wertvolle Perga aus den Waben herauspule, gehen mir Aspekte unseres vorangegangenen Gespräches am Nachmittag durch den Kopf.
Neben mir läuft der herunter geschabte Brutraumhonig durch ein Sieb, um ihn von den gröbsten Wachsrückständen zu befreien. Schleudern war angesichts der geringen Mengen Honig sinnfrei. Er weist trotz Sieben Überreste von Wachs, Propolis und Pollen auf, der sich damit vermischt hat. Schmecken tut er fantastisch und ich denke mir, wie unheimlich gesund diese Art der Mischung für den Menschen ist, weil sie all die wertvollen Stoffe und Zutaten enthält, die von den Bienen in ihrem Nest hergestellt werden.

 

Sicher, der Brutraumhonig ist etwas trübe durch die winzigen Wachsstückchen und das Propolis, doch worauf kommt es bei der Nahrung, die wir zu uns nehmen denn eigentlich wirklich an? Dass sie genormt, formvollendet und makenfrei ist oder dass sie unseren Körper mit allem Notwendigen versorgt, was er braucht?
Ich erinnere mich daran, was unsere Bekannte von einer befreundeten türkischen Imkerin erzählt hat, die ihr nämlich sagte, dass sie in der Türkei den deutschen Honig nicht essen mögen, weil er zu verzuckert sei, da die Imker in der industriellen Imkerei ja oft während trachtenschwacher Phasen Zucker zufüttern.

In Untersuchungen, deren Veröffentlichung von der Zuckerindustrie (zum reinen Selbstschutz versteht sich) weithin unterdrückt werden, wurde festgestellt, dass Zucker im Gehirn beim Menschen dieselben Schaltkreise wie Heroin bedient.

Im Grunde reicht diese Erkenntnis, um sofort vom massiven Zuckerkonsum Abstand zu nehmen, dennoch bleibt dann die Frage, warum wir dieses Zeug an unsere Bienen verfüttern?
Ein Imker wird darauf vermutlich antworten, dass es den Bienen nichts ausmacht, da sie den Zucker ohnehin nur als Treibstoff im Winter brauchen, um ihr Nest zu heizen. Aber ist das wirklich so? Warum wollen wir dann lieber Honig statt Zucker essen? Man sollte doch annehmen, dass alles in der Natur – auch ein süßer Honigvorrat! – einen besonderen Sinn und Zweck im Gewebe der Schöpfung hat, dass es eben nicht nur um den Energiegehalt im Honig geht, sondern um die spezielle Komposition des Nektars mit seinen Inhaltstoffen und seine Aufbereitung durch die Bienen, die ihn nicht einfach ersetzbar macht, sondern ganz im Gegenteil, dessen Fehlen massiv zum Unwohlsein und der Schwächung der Bienen beiträgt.

In unseren Augen ist es an der Zeit für ein fundamentales Umdenken und völlig neues Erfassen des menschlich-tierischen Miteinanders, und zwar des wirklichen empfundenen Miteinander, in dem die Bienen ein gleichberechtigter Teil des Lebenskollektives sind, keine Arbeitssklaven, auch keine verzüchteten, sanftmütigen Nutztiere, sondern Lebewesen, die einen ganz bestimmten Platz im großen Netzwerk einnehmen und ausfüllen, so wir sie lassen.
Immer wieder fallen mir die Worte aus dem Alten Testament ein, wo es heißt, Gott schuf die Erde und der Mensch solle sie beherrschen. Ehrlich, war Gott da unausgeschlafen oder schlecht drauf, als er sich das ausgedacht hat? Oder hat irgendwer im Nachklang was falsch verstanden und die Textpassage lediglich unglücklich übersetzt?
Was aus der Konstruktion Mensch+Herrschaft geworden ist – und das hat sich in 2000 Jahren weder durch die Hexenverbrennung noch den Neoliberalismus verbessert – sehen wir allenthalben überall auf diesem Planeten. Zeit damit aufzuhören! In meinem Verständnis wurde der Mensch für diesen Planeten geschaffen, als kreativ denkender Teil, der Schönheit erschaffen und kultivieren soll – das Gott braucht schließlich auch mal ’ne Auszeit, gell?!
Und weil ein Mammutprojekt (abgesehen von den fehlenden Mammuts) zur Umsetzung der Nicht-Herrschaftslebensweise eher keine gute Wahl zu sein scheint, wie man ja unweigerlich an Dingen wie der EU oder dem Berliner Flughafen erkennen kann, beginnen wir doch bei uns selbst, in unseren vier Wänden und innerhalb der Laufweite von unserer Wohnung.


Bienen sind der Hit!
Ein klein wenig niedlicher und streichelbarer sind in der Tat nur Küken. Diese hier haben am 17. April – pünktlich zu Ostara! – das Licht der Welt bzw. das im Brutkasten erblickt. Unser Anligen ist es, eine gesunde, normale Hühnerfamilie mit Mamis und Papi zu bekommen, denn die Brutapparatnummer ist zwar funktional aber eben auch total widernatürlich – leider ging es in diesem Fall nicht anders …

Als kreatives Lebenskollektiv, derzeit bestehend aus 5 Katzen, 59 Küken, sehr vielen Bienen, unzähligen Pflanzen, noch viel unzähligeren Bazillen und Bakterien und zwei Menschen, sowie zuweilen diversen Untermietern wie Jagdspinnen und Flöhen, streben wir an, dass jede und jeder zum Glück und der Gesundheit aller beiträgt, indem er die Mitglieder dieses Kollektivs nicht übervorteilt und stattdessen seine Komfortzone und Bedürfnisse beständig mit denen der anderen abgleicht und nicht mit strategischer Gewalt, technischer Überlegenheit (und Zuckerwasser) die eigenen Lebenswerte vor die der Beteiligten setzt.

Bestimmt sind Hunderte Philosophen und Philosophinnen lange vor uns zu ähnlichen Schlüssen gelangt, doch offenbar ist davon über die Jahrhunderte bemitleidenswert wenig im Menschenkollektivbewusstsein haften geblieben, deshalb sei an dieser Stelle noch mal gesagt: Es ist kein Zeichen von Menschlichkeit oder Mitgefühl, wenn man andere Lebewesen seinen Bedürfnissen unterwirft, auch wenn man es ganz nett tut, und in seiner Freizeit auf Anti-Monsanto-Demos geht. Schönheit entsteht dort, wo Unterschiedlichkeiten liebevoll zueinanderfinden, wo aus Diversität durch Aufmerksamkeit, Respekt und Vertrauen eine einmalige Harmonie wird. Geistige und materielle Monokultur zeugen lediglich von der Angst vor der unbezähmbaren Vielfalt. Mensch sein bedeutet, die Hintergründe und Spielarten des Lebens zu erkennen – wozu sonst der große Neokortex? – und mit allen Sinnen und jedwedem Handeln nach dem Besten für alle Lebewesen zu streben!

Ich bin wirklich keine Freundin von Moralpredigten, und ein Teil in mir wehrt sich auch dagegen, solche Dinge hier derart radikal zu formulieren, doch nach 34 Jahren des Beobachtens, des Mit-Verursachens und des Ausgesetzt-Seins existiert für mich vor allem eine wesentliche Erkenntnis: Entweder die Zukunft beginnt JETZT! mit uns oder sie endet mit uns, und das dann recht zeitnah!
So einfach. Lasst und wieder zu Menschen werden, und lasst uns die Bienen sein lassen – immens wichtige, wilde Insekten, mit einem naturgegebenen Recht darauf, ihre gesammelten Wintervorräte selbst zu verspeisen!

Weiterführende Gedanken zum Ansatz „Ein Maß Honig“ und grundsätzliche Überlegungen zu Leben und Tod, so wie allem dazwischen und daneben gibt es demnächst hier auf diesem Blog

 

tote Bienen

Irren ist ja so menschlich …

Von Frühjahrsraubzügen und Totengräbern

*Fotos & Nachruf  von KA*

Nachdem wir vor wenigen Tagen voll Freude den Beginn des Bienenjahr 2017 gefeiert haben, so drängt sich nach der gesterigen Durchsicht doch für den Moment eher der Beginn eines notwendigen Begreifensprozesses auf, denn in zwei Kästen finden wir nur tote Bienen.
Schwer zu beantworten, ob das immer so war, und was genau sich Mutter Natur dabei gedacht hat, aber Bienenvölker sind fragile Wesen… zumindest dieser Tage.
Sehr zu unserer erschütterten Überraschung haben Mars und Mond die zweite Hälfe des Winters nicht überlebt … Die rege Aktivität vor dem Flugloch war lediglich auf fremde Bienen zurückzuführen, die Honig- und Pergavorräte geplündert haben. Ähnlich wie im Herbst, als das Futter begann knapp zu werden.
Nebst aller Trauer um den drastischen Schwund zweier Völker drängt sich doch ein wichtiger Hinweis für Imkeranfänger auf, der an dieser Stelle natürlich auch genannt werden soll:  Nur wenn im Frühjahr die Bienen mit Pollen vor ihrem Flugloch gesichtet werden, ist davon auszugehen, dass das Volk noch lebt. Aktivität allein reicht nicht, sie zeigt lediglich das aus menschlicher Sicht vollkommen amoralische Verhalten der Bienen an. Oder wer von uns würde zwei Monate nach Ableben das Grab der Oma ausheben, um ihren teuren Brillantschmuck mitzunehmen und zu versetzen ?!

Irgendwie würde es helfen zu verstehen, was genau passiert ist. Als Imker-Beginner sehnen wir uns nach dem Trostpflaster aus Gründen und des Verstehen, auch um ggf Fehler nicht zu wiederholen. Die Totengräberarbeit an den Stöcken brachte etwas Aufschluss zu dem vorangegangenen Massensterben.

Mars:
Wie schon oft erwähnt war Mars das kleinste Volk, sie hatten spät in 2016 noch mal umweiseln müssen und waren mit geringer Volkstärke in den Winter gegangen, weswegen ihre Nestkiste auch diese schrecklich modische Isomatte umgebunden hatte.
Bei Mond zeigte sich das grausigste Bild: Zwischen zwei Wabenplatten entdeckten wir eine Handgroße Traube aus teilweise schimmeligen und verrottenden toten Bienen. Schlusszufolgern was in diesem Stock geschehen ist, fällt daher nicht schwer. Mars ist in an einem Punkt Zwischen Anfang Januar und Anfang Mitte März erfroren. Wir finden Bienen in kopfüber Zellen, sogar zwei schlüpfende Bienchen, welche die Kälte dahin gerafft hat. Wirklich ausmalen mag man sich das Szenario des langsamen Sterbens der Mars-Bienen mit  menschlich-emotionaler Vorstellungskraft nicht

Bienentraube_tot

Marsvolk in einer erfrorenen Traube

Erfrorene Bienen

Tote Bienen des Marsvolks auf ihrer Wabe

tote Bienen

Tote Marsvolk-Bienen

Bienensterben

Trauer um Marsvolk

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


MOnd:
Die Begebenheiten des MOndvolk-Sterbens hingegen gestalten sich weit mysteriöser. Sieben Waben sind einfach leer, der Boden ist mit Bienen bedeckt, doch bei weiten keine zwanzigtausend, was die Frage aufkommen lässt: Wohin sich die MOnd-Bienen verschwunden?

Meine liebste Vorstellung wäre, dass sie irgendwann zu den anderen Völkern umgesiedet sind und sich mit einer Ladung Futtter bei ihren Schwesternnestern hinein gebettelt haben. Keine Ahnung, ob das wahrscheinlich oder gar sinnvoll ist? MOnd war ja immer etwas querulat drauf, aber ob sie so weit gehen würden? Schwer zu sagen … Auch ihre Königin, Moja, haben wir unter den toten Bienen nicht gefunden, sie hatten eine blaue Markierung, daher wundert uns das schon. Ganz offenbar haben wir es im Falle von MOnd mit jenem speziellen Grusel-Phänomen zu tun, das seit einigen Jahren eine große Zahl der Imkerschaft immer wieder heimsucht – das Verschwinden ganzer Völker nach dem Winter.

Sonne und Venus geht es glücklicherweise hervorragend. Sie haben wenige Milben und sind fleißig mit Nestvergrößerung beschäftigt. Unsere nächsten Schritte werden uns in Richtung der Kleinzüchtung führen. Denn auch wir sind ein Teil der Natur und wir machen einfach weiter!

Bienen mit gelbem Pollen

Das Bienenjahr 2017 beginnt …

Bienen im Sonnenrausch

*Fotos & Text  von KA*

23. März 2017 – Beginn das Bienenjahr 2017 hat schon richtig Fahrt aufgenommen und auf unserem Flachdach ist der Arbeitswahn ausgebrochen! Während die emsigen Hofbewohner_innen in der warmen Nachmittagssonne die Frühjahrsarbeiten verrichten, sind auch unsere vier Völker SOnne, MOnd, Mars und Venus ausgesprochen aktiv.
Wir haben ihnen heute die Schiets rausgenommen, damit nach der Winterstandluftwärme die frische Luft besser ins Nest gelangen kann. In den nächsten Tagen werden wir die erste diesjährige Durchsicht machen im Bienenjahr 2017.
Auf den Schiets zeigen sich sehr unterschiedliche Bilder:

     Ein Haufen Essensreste beim Mondvolk …. 8)  und eher bescheidene Winterausscheidungen beim kleinen Marsvolk

Zu unserem Erstaunen fanden die Mondinnen recht viel Gefallen an ihren Bröseln … Uns erinnern sie an das sogenannte BIENENBROT oder PERGA, das ich bislang nur aus dem Kontext der Bienenfütterung kannte …

INTERESSANT: Von guten Freunden haben wir kürzlich vom BIENENBROT erfahren, einem hoch potenten Nahrungsmittel. Es handelt sich dabei grob gesagt um die zusammengestampften Überresten der Pollenvorräte vom Winter. Im Frühjahr, wenn es frische Nahrung für die Brut gibt, lassen sie diese Vorräte meist unbeachtet und man kann sie an den Rändern der Brutrahmen herausschneiden. Die kleinen Klumpen sind unsagbar nahrhaft und gut verdaulich, weil sie schon fermentiert worden sind, Bienenbrot enthält auch Propolis und einen Anteil Wachs, der beim Herauslösen aus den Zellen hängenbleibt. Damit ist wohl auch erklärbar, dass in Versuchen Menschen mit Bienenbrot und Honig drei Monate lang ohne erheblichen Mangelerscheinungen überleben konnten.
BOAH! Das macht doch echt Hoffnung für schlechte Zeiten.

Wir sind jedenfalls total gespannt auf das Bienenjahr 2017, unser zweites Jahr mit den vier Biens. Wir werden in diesem Jahr mit der Zucht und Umstellung auf ein kleines Wabensystem beginnen, darauf sind wir schon sehr gespannt und wir werden natürlich berichten, wie sich diese Maßnahmen auf die Gesundheit unserer Völker und den Umgang mit den Varroen auswirken.
Glückliche Bienen in der Nachmittagssonne

Venus war schon im Februar kaum zu bremsen … wir sind wirklich gespannt auf das Bienenjahr 2017

kama.bio_Venusvolk_Bienen_Februar_2017 from KAMA on Vimeo.

  • Aktuelles von den KAMA-Völkern

    • Königin Phoebe und ihre Stifte

      Wie viele Narren hält ein Bienenhofstaat aus? *Text & Einsichten von KA, Fotos von MA* An einem wunderschönen sonnigen Tag Mitte Juni beschlossen wir – MA und KA – nachzuschauen, ob das Umweiseln der  beiden Völker Venus und Phoenix gelungen war, die aus unerfindlichen Gründen ihre Königinnen verloren hatten. Nachdem wir rund 2,5 Wochen zuvor zwei junge, vitale Königinnen – Phoebe und Venija – zugesetzt hatten, schien es uns ein guter Zeitpunkt, um die Ergebnisse dieses nicht … zum vollständigen Artikel

    • randvoll HonigWo Milch und Honig fließen

      Randvoll Honig – vom Überquellen eines Bienenstocks *Text & Fotos von KA* In Erwerbsimkerfachkreisen würde man wohl den Begriff „schlampig“ oder „verantwortungslos“ benutzen, wenn man im Frühjahr von einer Durchsicht zur nächsten sechs Wochen versteichen lässt. Nur zu gut erinneren wir uns an unseren tobenden Imkereimeister bei der Grundausbildung, wenn die Azubis ihren regelmäßigen Durchsichtspflichen nicht nachgekommen waren. Wir beide sehen das nicht so eng. Als Sonne Anfang Mai geschwärmt war, wollten wir die Zurückgebliebenen einfach nicht … zum vollständigen Artikel

    • Bienenwanderung von obenBienenwanderung

      Aus der Thermobox ins gelobte Nest *Video, Fotosund Text von KA* Nachdem wir am 30. April 2017 das geschwärmte Sonnenvolk in einer Thermokiste eingefangen und diese komplett ins neue Nest gestellt hatten, damit das Volk auf die Waben umsiedeln kann, kam nun der Tag, da die Kiste wieder herausgenommen werden musste. Die darauf noch ansässigen Bienen begannen recht schnell in einer Kolonne ihre Bienenwanderung ins gelobte Nest … NORMALERWEISE sollte man zusehen, dass man beim Einfangen des … zum vollständigen Artikel

    • Unser größter Schwarm

      Die Geburt des Solaris-Volkes Ende April 2017 *Fotos von urheberrechtsentspannten Freunden & Schwarm Geburtsanzeige von KA* Man mag es nicht glauben, an einem Donnerstag Ende April schauen wir morgens aus dem Fenster und sehen – Schnee. Allerdings nicht diesen Möchtegern-Matscheflocken-Schlabber-Schnee sondern 10 Zentimeter weißen super Originalschnee! Keiner hatte angenommen, dass nach der  April-April-Nummer sich der tradierte Wankelwettermonat noch mal so ein Schlussdebüt erlauben würde … aber er tat es. Wir alle sahen schon unser geplantes Beltanefest in … zum vollständigen Artikel

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      Bienen im Sonnenrausch *Fotos & Text  von KA* 23. März 2017 – Beginn das Bienenjahr 2017 hat schon richtig Fahrt aufgenommen und auf unserem Flachdach ist der Arbeitswahn ausgebrochen! Während die emsigen Hofbewohner_innen in der warmen Nachmittagssonne die Frühjahrsarbeiten verrichten, sind auch unsere vier Völker SOnne, MOnd, Mars und Venus ausgesprochen aktiv. Wir haben ihnen heute die Schiets rausgenommen, damit nach der Winterstandluftwärme die frische Luft besser ins Nest gelangen kann. In den nächsten Tagen werden wir … zum vollständigen Artikel

    • Bienen in der Frühjahrssonne

      Wir Party – Ihr Putzen! *Fotos & Text  & Erleichterung von KA* Mitte Februar 2017 und alle vier KAMA-VÖLKER sind am Leben!!!! JUCHUUUUU! Unsere Erleichterung ist maßlos. Vorallem die Marsianerinnen haben uns Sorge bereitet, weil sie im Herbst so klein waren, zudem ist ihre Königin, Somana, eine Herbstkönigin und hat möglicherweise nicht mehr genug Drohnen zur Paarung abbekommen, weil es schon recht spät im Jahr war. Ergo: Weniger Eier = weniger Bienen = weniger Wärme im Winter. … zum vollständigen Artikel

    • Lebende & Tote

      Mars ist noch da! *Fotos & Text von KA* Ende Dezember 2016. Da MA und ich Weihnachten in seiner Urform feiern, sprich am 21.12., haben wir an den öffentlichen Feiertagen Zeit für andere Dinge. Da am zweiten Weihnachtsfeiertag das Wetter mitspielte und um Zenit die Bienen sehr aktiv waren, haben wir beschlossen, einen kurzen Blick bei unseren vier Völkern hineinzuwerfen und die Thymolplättchen, die wir im November hineingelegt hatten, herauszunehmen. Sehr zu unserer glückseeligen Überraschung sind die … zum vollständigen Artikel

    • Räuber und Beraubte

      Von der sanften Honigsammlerin zur wilden Plündererin *Video & Text von KA* Es wird geplündert und gemordet. Es wird sich bedrängt und beraubt. Was sich im ersten Moment nach einem Krisengebiet in Nahost anhört, findet in unmittelbarer Nähe unserer Wohnung statt – auf, in und vor unseren Bienenkästen. Der Pollen ist alle, der Nektar versiegt, die Blüten am verwelken, die Natur bereitet sich zunehmend auf die Winterruhe vor. Dies ist die Zeit, in der sich die süße … zum vollständigen Artikel

    • Bienenpogo auf dem Anflugbrett

      Gruppen-Chillout vor der Tür *Foto von MA & Text von KA* Unsere süßen Venusen, die haben Freude an ihrem Leben! Sie sind binnen Wochen vom schwächsten Volk zum dritt stärksten geworden, damit haben sie den Marsianerinnen den Rang abgelaufen, die sich zurzeit eine neue Königin nachziehen. Was hier  (siehe Foto) genau los ist, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Wenn die Sonne auf den Kasten scheinen würde, könnte man meinen, dass die Venusen wegen der Temperaturregulierung im … zum vollständigen Artikel

    • Dumm & Dümmer

      Am Anfang war die Ahnunglosigkeit … *Ein schmerzliches Erfahrungsprotokoll von KA* Wie entnimmt man Rähmchen im laufenden Betrieb? Unsere Imkerpaten hatten uns für den Umzug der Völker einige ihrer Waben mitgegeben. Nun war die Zeit gekommen, sie zurückzugeben. Für die Vergesslichen unter den Imkerin_innen taugt es definitiv, sich kleine Notizen oder Arbeitspläne zu machen, damit man nicht etwas vergisst, wenn man an den offenen Kästen arbeitet. WIR ERINNERN UNS: Jedes Öffnen der Kästen stresst die Biens und … zum vollständigen Artikel

    • Schlachtfeld

      Das Sonnenvolk wurde seiner Männer beraubt. *Resumee eines Genozid von und mit KA* Heute war kein leichter Tag. Weder für mich, (KA) noch für die Bienen des Sonnevolkes. Die Varros treibt uns um – zumindest gedanklich. Wir sind Anfänger und möchten nichts verkehrt machen. Das Drohnenrähmchen ist seit mehr als zwei Durchsichten halbvoll mit Drohnen und vor zwei Tagen haben wir dann beschlossen, es nun doch – wie in der herkömmlichen Imkerei empfohlen – herauszuschneiden, um die … zum vollständigen Artikel

    • Mit besten Grüßen …

      Flüssiges Gold für Mars und Venus Heute am 29. Mai 2016 steht eine erste Durchsicht von Mars und Venus an. Gestern hatte es geregnet, da haben wir den Termin verschoben. Das Marsvolk bekommt jetzt eine Honigwabe vom Sonnenvolk in seinen Honigkasten gehängt, damit sie sich annimiert fühlen, ihre Speisekammer besser anzunehmen – TIPP von unserer lieben Adleheid Hier ein Blick in den Brutraum vom Marsvolk. Die Venusienen bekommen Honig vom Mond …. Hier ein Blick in den … zum vollständigen Artikel

    • Sonnenvolk trauert um Bienenkönigin

      Eine erste tote Königin *Impressionen von KA* Beim kürzlichen Durchsehen des Sonnenvolknestes hat MA eine Weiselzelle aufgespürt und diese entfernt. In diesen extra großen Waben werden Königinnen herangezüchtet, indem die Larve von den Bienen mit Gelee Royal gefüttert wird. Ein hochpotentes Serum, das die Bienen herstellen und das den Organismus der heranwachsenden Biene auf „Königin“ einstellt, und laut MAs Angaben wie Sperma riecht. Um das Volk am Schwärmen zu hindern bzw von dieser Idee abzubringen, werden im … zum vollständigen Artikel

Bienen in der Frühjahrssonne

Wir Party – Ihr Putzen!

*Fotos & Text  & Erleichterung von KA*

Mitte Februar 2017 und alle vier KAMA-VÖLKER sind am Leben!!!!
JUCHUUUUU! Unsere Erleichterung ist maßlos. Vorallem die Marsianerinnen haben uns Sorge bereitet, weil sie im Herbst so klein waren, zudem ist ihre Königin, Somana, eine Herbstkönigin und hat möglicherweise nicht mehr genug Drohnen zur Paarung abbekommen, weil es schon recht spät im Jahr war. Ergo: Weniger Eier = weniger Bienen = weniger Wärme im Winter. Deswegen haben wir ihren Bau isoliert und das scheint geholfen zu haben. Je weniger Wärme die Bienen selbst erzeugen müssen umso besser die Überlebenschance eines Volkes … unter der Isomatte war es auch an kalten und wolkigen Tagen immer gut fünf Grad wärmer … und lustig sieht es auch aus

INTERESSANT: Die Bienenkönnigin fliegt zum Beginn ihrer hoheitlichen Eierlegemaschinen-Karriere hinaus aus dem Nest und paar sich mit den Drohnen, die sie am Drohnensammelplatz findet. Die abertausend Spermien, die sie dabei bekommt, SPEICHERT SIE!!! – JA, die Königin speichert sie in ihrem Körper !!! – für den Rest ihres Lebens, das mit unter bis zu vier Jahren währen kann. Anhand ihrer Entscheidung, eines ihrer Eier mit einem Spermium zu befruchten, entstehen im Folgenden Arbeiterinnen oder eben unbefruchtet: Drohnen.

       

Links im Bild das Sonnenvolk – unsere Überfliegerinnen. Weil sie so viel Honig drin hatten, haben wir den zum Einwintern unter ihren Schwerstervölkern aufgeteilt.
Rechts das Mondvolk – wie immer etwas sonderlich … Was haben die da in der Gruppe schon wieder zu bequakeln die Mädels?
Ob Somana im kommenden Jahr einen großen Schwarm hervorbringen kann, werden wir noch sehen. Momentan sind wir erst mal überglücklich, dass alle Schwärme wohl auf sind. Besonders die Venusen waren aktiv, daher ein kleiner Aussschnitt von ihrem regen Treiben vor dem Nest. Da Bienen in dieser Jahreszeit kaum Nahrung finden, fliegen sie vorrangig raus, um sich zu erleichtern. Bienen speichern ihre Exkremente, sie kacken – zu gut Deutsch – nicht ihre Bude voll :D.
Es werden auch die Verstorbenen hinausbefördert.
Wir konnten beobachten, dass sie sich oft sogar die Mühe machen, eine tote Artgenossin fünfzig bis hundert Meter hinüber zum Feld zu schleppen, wo sie sie dann der Erde überantworteten. Auf diese Weise bleibt alles erhalten, denn Insekten bilden einen großen Anteil der Biomasse in gesunden Ökosystemen.

Na dann – Prost Frühjahr!

kama.bio_Venusvolk_Bienen_Februar_2017 from KAMA on Vimeo.